Investitionen
Mehr Maschinen importiert
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Gleich nach dem Pfingstwochenende präsentierte das Zentralamt für Statistik (KSH) die Investitionszahlen des I. Quartals. Ausgehend von dem Umstand, dass die Wirtschaftsleistung seit Monaten schrumpft, sorgten die aktuellen Zahlen eher für eine positive Überraschung. Im Jahresvergleich sank das Investitionsvolumen um 2,8%, darunter jenes der Bauinvestitionen um 8,5%. Bei Investitionen in Maschinen und Ausrüstungen ergab sich derweil ein kräftiges Plus von 5,3%, genährt durch Maschinenimporte, die um ein glattes Zehntel zum Vorjahr zunahmen. Freilich standen hinter diesen Investitionen weniger die Großunternehmen ab 50 Mitarbeitern aufwärts, in deren Kreis die Investitionsbereitschaft um rund 8% zurückfiel.
Am Gesamtvolumen von rund 2.900 Mrd. Forint (-2,8%) hatten Handels- (-4,5%) und Logistikbranche (-2,5%) sowie Verwaltung (-34%) einen schwindenden Anteil, wohingegen das verarbeitende Gewerbe (+7,5%), die Landwirtschaft (+7%) und das Immobiliengewerbe (+2%) größere Aktivitäten als zu Jahresbeginn 2022 zeigten. Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes gab die Automobilindustrie den Ton an, die Großprojekte der Batteriefabriken gelangten derweil in eine Flaute. Im Immobiliensektor sorgten energietechnische Modernisierungen für Belebung.
Im Gesamtjahr 2022 hatte das verarbeitende Gewerbe mit 4.520 Mrd. Forint den größten Anteil an den Investitionen von insgesamt 15.410 Mrd. Forint (-1% gegenüber 2021). Daneben wuchs unter den großen Branchen nur noch der Immobiliensektor (3.325 Mrd. Forint), während Transport und Logistik (1.840 Mrd. Forint) bzw. Handel (835 Mrd. Forint) ihre Aktivitäten bereits einschränkten.
