Der Traum von den eigenen vier Wänden: Gerade für junge Leute in der Hauptstadt kommt da zuerst eine Plattenbauwohnung in Betracht. Foto: BZ/ Jan Mainka

„Otthon Start“

Maximal drei Prozent Zinsen verlocken

Gut 8% der Ungarn wollen den vergünstigten „Otthon Start“-Kredit für den Bau oder Kauf einer Wohnimmobilie in Anspruch nehmen.

Aus der repräsentativen Erhebung des Wirtschaftsforschungsinstituts GKI geht zugleich hervor, dass die Kreditaufnahme für 3,7% der Befragten im Zeitraum der nächsten sechs Monate (bis Februar 2026) „sehr wahrscheinlich“ ist. Ein Achtel der Befragten bezog keinen Standpunkt, die große Mehrheit mit beinahe vier von fünf Befragten schließt eine Teilnahme an dem Programm derweil (weitgehend) aus.

Potenzial von mehr als 150.000 Haushalten

Das Institut verweist darauf, dass 2024 landesweit etwas mehr als 125.000 Transaktionen am Wohnungsmarkt registriert wurden. Hinter der kleinen Gruppe der sehr entschlossenen Kreditnehmer in spe verbergen sich zum Vergleich mehr als 150.000 Haushalte. Interessant erscheint zudem, dass die Budapester eine weitaus höhere Bereitschaft als die Menschen im ländlichen Raum aufweisen, obgleich die höchsten Immobilienpreise in der Hauptstadt anzutreffen sind.

30-39-Jährige absolut vorn

Logischerweise deckte die Erhebung die stärkste unterstellte Nachfrage bei den jüngeren Generationen auf: Unter den 18-29-Jährigen halten 15% die Kreditaufnahme für mehr oder weniger wahrscheinlich, bei den 30-39-Jährigen sind es 14%. Im Einklang mit den Einkommensverhältnissen und der solideren Kreditfähigkeit dank längerer Arbeitsjahre liegen die 30-39-Jährigen aber absolut vorn, wenn es um die Gruppe der Befragten geht, die sich „sehr wahrscheinlich“ für das eigene Heim in Schulden stürzen wollen. Denn bei ihnen sind es 7%, im Kreis der Berufsanfänger 5%. Mit steigendem Alter sinkt verständlicherweise der Anteil der Interessenten, in der Altersgruppe ab 60 Jahren bleibt das Kreditprogramm „Otthon Start“ praktisch ohne Abnehmer.

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