Ernteerträge
Mais flopp, Gerste top
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Wie das Zentralamt für Statistik (KSH) am Montag mitteilte, fiel die Ernte 2021 mit 6,3 Mio. t um ein Viertel schlechter aus, als im vorangegangenen Jahr.
Es handelt sich überhaupt um die schlechteste Maisernte seit drei Jahrzehnten. Dabei hatten die Landwirte die Anbauflächen nochmals um gut 6% auf deutlich über 1 Mio. ha ausgeweitet. Zwischen 2018 und 2020 waren Hektarerträge über 8 t die Regel, die zweiwöchige Hitzewelle im Juli und die Dürreperiode im August und September ließen den Hektarertrag jedoch um 30% schrumpfen. Viel besser fuhren jene Landwirte, die auf Weizen setzten: Die Anbauflächen wurden um 45.000 auf 935.000 ha ausgeweitet, von denen 5,3 Mio. t eingefahren werden konnten. Der Hektarertrag von durchschnittlich 6 t liegt nochmals 9% über dem Vorjahreswert und sogar um 12% über dem Durchschnittswert der letzten fünf Jahre. Bei Gerste wurde mit 6,4 t sogar ein absoluter Ertragsrekord aufgestellt. Letztlich wurden 1,7 Mio. t eingefahren, ein Siebtel mehr, als noch 2020. Die Getreideernte (einschließlich Mais) fiel am Ende mit 13,7 Mio. t um 12% oder nahezu 2 Mio. t bescheidener als 2020 aus.
Unterdessen weist das KSH extrem steigende Aufkaufpreise in der Landwirtschaft aus. Diese legten im vergangenen Jahr um durchschnittlich ein Fünftel zu, lagen im Dezember aber schon nahezu ein Drittel über dem Ausgangswert. Darunter kletterten die Preise für pflanzliche Produkte besonders heftig. Die Getreidepreise zogen im Durchschnitt um knapp 40% an, für Weizen um 55% und für Mais um 57%. Vergleichbare Preissprünge verzeichneten noch Kartoffeln und Blumenkohl. Bei Sonnenblumenkernen beruhigte sich der Preisauftrieb von 51% im November auf 34% im Dezember.
