Makroprognose
Mächtig zurückgestutzt
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Die staatliche Agentur für Wirtschaftsentwicklung ließ am Donnerstag auf einer Fachkonferenz in Budapest ihren Chefökonomen Dániel Molnár zu Wort kommen, der einräumte, für 2025 hatte die MGFÜ im März noch 2,4% Wachstum erwartet, aktuell nur mehr 0,4%. Entsprechend wurde auch die Prognose für das nächste Jahr von ursprünglich 4,0% mächtig zurückgestutzt.
Der Privatverbrauch bleibt die wichtigste Wachstumslokomotive, bei den Investitionen dürfte sich nach zweieinhalb Jahren des Abstiegs am Jahresende eine Wendung zum Besseren eingestellt haben. Der Zuwachs der Reallöhne wird im kommenden Jahr mit 6,7% wahrscheinlich noch stärker als in diesem Jahr ausfallen, weil die Inflation – die sich das ganze Jahr über zwischen 2 und 4% bewegen könnte – im Mittel von 4,5% auf 3,6% zurückgehen soll. Die Agentur setzt das Haushaltsdefizit mit 4,9% vs. 4,8% an und rechnet mit einer leicht sinkenden Schuldenquote, von 73,5% auf 73% am Jahresende 2026.
