Fotos: MTI/ Judit Ruprech

Autobahnbau

M6 erreicht die kroatische Grenze

Am Donnerstag wurde das noch fehlende Teilstück der Autobahn M6 nach Kroatien für den Verkehr freigegeben.

Ein Konsortium aus Strabag und Duna Aszfalt baute den knapp 20 km langen Streckenabschnitt südlich von Bóly bis zur Landesgrenze bei Ivándárda fristgerecht bis Ende Januar. Damit hat Ungarn seine Zusage eingehalten, den inländischen Abschnitt des Ten-T Straßenverkehrsnetzes von der Ostsee bis zur Adria bis 2024 fertigzustellen. Der Staat ließ sich das Projekt netto 88,6 Mrd. Forint kosten, die aus dem nationalen Haushalt bereitgestellt wurden.

Die Autobahn M6 längs der Donau wurde bis 2006 zunächst zwischen Budapest und Dunaújváros gebaut. Nur vier Jahre später war die Südautobahn bis Bóly gelegt. Dann aber hatte Pécs Vorrang: Zwischen Mohács und der Komitatshauptstadt von Baranya wurde die M60 gebaut. Weil die Hauptverkehrsader zwischen Ungarn und Kroatien zweifelsfrei via M7 zwischen Budapest, Balaton und Zagreb gelegt wurde, erwies sich die Weiterführung der M6 zur Anbindung an das kroatische Osijek als Nebenschauplatz. Die Kroaten wollen das letzte fehlende Teilstück auf ihrer Seite im II. Halbjahr 2025 übergeben. Mohács wiederum soll bis 2026 an das Schnellstraßennetz angebunden sein.

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