Betrug im Sozialbereich
Kriminelle ergaunerten Milliarden
Die kriminelle Vereinigung gelangte an 16,5 Mrd. Forint an öffentlichen Haushaltsgeldern, um dann mehr als 11 Mrd. Forint (zu heutigen Preisen 28,5 Mio. Euro) für eigene Zwecke zu „waschen“, teilte die Staatsanwaltschaft des Komitats Békés vor dem Wochenende mit. Den Ermittlungen zufolge beantragten die Hauptbeschuldigten – die zwei Köpfe der Bande und sechs Komplizen – zwischen 2014 und 2022 über das landesweite Netzwerk einer Kirche staatliche und kirchliche Fördergelder. Die für soziale Zwecke bereitgestellten Mittel wurden dabei missbräuchlich eingesetzt. Die Beschuldigten erweckten den Anschein, Suppenküchen zu betreiben, und verwendeten die Sozialzuschüsse außerdem für scheinreligiöse Aktivitäten, die sie durch gefälschte Dokumente rechtfertigten.
Um sich selbst zu bereichern, führten die Mitglieder der kriminellen Vereinigung verschiedene Finanztransaktionen über ausländische Konten und Scheinfirmen sowie Bargeldabhebungen durch. Die beiden Haupttäter bereicherten sich jeweils um nahezu 2,5 Mrd. Forint. Davon leiteten sie hunderte Millionen direkt an Familienangehörige in Form von Bankguthaben, Immobilien und hochwertigen beweglichen Vermögensgegenständen weiter. Dank der Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft des Komitats Békés konnten im Laufe der Ermittlungen Vermögenswerte im Gesamtwert von mehr als 14 Mrd. Forint beschlagnahmt werden.
