Die MTI-Graphik zeigt die monatlichen Bruttoeinnahmen des Gastgewerbes seit 2019 (in Mio. Forint).

Tourismus

Krieg verursacht nächsten Tiefschlag

Die Übernachtungszahlen sind selbst im Inlandstourismus noch ein Drittel vom Niveau aus „Friedenszeiten“ entfernt, die Einnahmen ein Fünftel.

Das Zentralamt für Statistik (KSH) stellte am Donnerstag die ersten Daten aus dem Fremdenverkehr im neuen Jahr vor. Demnach verzeichneten 225.000 einheimische Gäste im Januar 504.000 Übernachtungen und 170.000 Ausländer 447.000 Übernachtungen. Letztere statten ihren Besuch am liebsten Budapest und dem Donauknie ab, wobei 87% in Hotels absteigen. Aber auch die Ungarn konzentrierten ihre Reiseaktivitäten zu Jahresbeginn auf den gleichen Raum und nehmen mittlerweile vier von fünf Buchungen in Hotels vor. Jene gut 1.800 gewerblichen Unterkunftsstätten, die nun wieder geöffnet hatten, realisierten 23 Mrd. Forint Bruttoerlöse. Vor einem Jahr gab es praktisch keinen Tourismus – gemessen daran ist die Erholung der Branche spürbar. Im Jahre 2021 benötigte das Gastgewerbe für die gleiche Summe an Einnahmen ungefähr den Zeitraum von Anfang Januar bis Mitte Mai!

Dem vorsichtigen Aufschwung nach der Corona-Pandemie macht nun der Ukraine-Krieg einen Strich durch die Rechnung. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Tourismuszahlen des KSH im Februar und März entwickeln. Immerhin sind die Reisebeschränkungen seit Anfang März vollständig aufgehoben, so dass sich Ungarn wieder als Reiseziel anbieten kann.

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