Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung der Industrieproduktion in diesem Jahrtausend (Veränderung zum Vorjahr in %).

Industrie

Krieg drückt seinen Stempel auf

Die Industrie ist robust in das neue Jahr gestartet.

Unbereinigt legte der Ausstoß im Januar 2022 gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat um 8,9%, um Arbeitstage bereinigt immerhin noch um 7,1% zu. Saisonal und um Arbeitstage bereinigt ergab sich ein Plus zum Dezember von 1,9%.

In seiner ersten Schätzung verriet das Zentralamt für Statistik (KSH) am Freitag noch keine Details, aber immerhin, dass die Fahrzeugindustrie nach sechs Monaten des Abstiegs endlich wieder zugelegt haben soll. Über dem Durchschnittswert der Industrie hätte im Übrigen die Nahrungsmittelbranche draufgepackt.

Im vergangenen Jahr wuchs die Industrieproduktion dank der schwachen Basiswerte aus dem II. Quartal 2020 um satte 9,6%. Diesem Jahr droht nunmehr der Ukraine-Konflikt seinen Stempel aufzudrücken. Die Audi Hungaria Zrt. in Győr meldete bereits Lieferengpässe bei Kabelbäumen, die im Kriegsgebiet gefertigt werden. Laut „Handelsblatt“ seien alle deutschen Premiumhersteller betroffen, „auto motor und sport“ hat zunächst detaillierte Engpässe im VW-Konzern aufgezählt.

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