Baugewerbe
Kommt die Baustellen-Polizei?
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ÉVOSZ-Präsident László Koji betonte, einer der Hauptgründe für diese Initiative liege darin, dass inländische Bauunternehmen bei Investitionen von Investoren außerhalb der EU – insbesondere aus Fernost – vom Markt verdrängt werden, da diese günstigere Angebote machen können und sich nicht an die EU-Vorschriften halten. Ein weiteres Ziel der Initiative sei es zu verhindern, dass „Schwindler“ am Förderprogramm „Otthon Start“ sowie an geplanten Programmen zur Wohnraumrenovierung teilnehmen können.
Unfairer Wettbewerb
Inländische Unternehmen erleiden einen weiteren Wettbewerbsnachteil, da Verträge mit staatlichen Subventionen keinen Mindestanteil für EU- oder ungarische Lieferanten vorgeben. Unternehmen aus Drittländern nutzen weder einheimische Baumaterialien noch ungarische Ingenieurdienstleistungen und beschäftigen stattdessen Arbeitnehmer aus Nicht-EU-Ländern zu „Dumping-Löhnen“. Um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, hat der Verband dem Wirtschafts- und dem Bauministerium einen detaillierten Vorschlag für die Zuständigkeiten einer Bauaufsichtsbehörde unterbreitet. Der Vorschlag umfasst Qualitätskontrolle, Beschäftigungsregeln, Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen, Arbeitsschutzkontrollen sowie Vorschriften zu Sozialversicherung, Besteuerung, Qualifikation, Entlohnung und Unterbringungsbedingungen.
EU-Anteil bei ausländischen Investitionen
Darüber hinaus fordert der ÉVOSZ, dass bei ausländischen Investitionen ein bestimmter EU-Anteil (ungarischer Anteil) vorgeschrieben wird. Dieser Anteil soll sich auf die Beschäftigtenzahl, die Verwendung heimischer Baumaterialien und Dienstleistungen erstrecken. Bei Projekten mit einem Personalbedarf von mehr als 100 Mitarbeitern empfiehlt der Verband, auf regional verfügbare einheimische Unternehmen zurückzugreifen. Der Markt für die Beschäftigung von Arbeitnehmern aus Drittländern sei zwar liberalisiert, an Förderprogrammen für den Wohnungsbau und die Wohnungsrenovierung sollten jedoch nur Unternehmen teilnehmen, die bei der Kammer registriert sind.
