Mindestlohn

„Kollektive Weisheit“ gewünscht

Nun hat auch der Staatssekretär des Wirtschaftsressorts die Vorgabe als irreal bezeichnet, den Mindestlohn Anfang 2026 um 13% anzuheben.

Sándor Czomba sagte im staatlichen Nachrichtenfernsehen M1, die makroökonomischen Zahlen entwickeln sich leider nicht wie vorausgesagt (mit 3,2% BIP-Zuwachs und 3,4% Inflation). „Natürlich möchten wir, dass der Mindestlohn um 13% steigt, doch ein übertriebener Anstieg ohne eine dahinterstehende Wirtschaftsleistung gefährdet Arbeitsplätze.“

Zum Verhandlungsstand in den Konsultationen der Sozialpartner merkte der Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums an, die Arbeitgeber möchten den Mindestlohn im kommenden Jahr nur um 6-8% anheben, die Gewerkschaften fordern 10-12% mehr. Czomba fügte hinzu, er hoffe, dass sich die „kollektive Weisheit“ wie schon in den Vorjahren am Ende auch bei den diesjährigen Verhandlungen durchsetzen wird.

3 Antworten auf “„Kollektive Weisheit“ gewünscht

  1. Jeder Prozentpunkt mehr wird den Ärmeren in Ungarn helfen!

    Stand 30.10.25:

    Die Einkommensungleichheit in Ungarn hat sich 2024 weiter vergrößert: Die reichsten Haushalte verdienen pro Kopf mehr als viermal so viel wie die ärmsten. Das ärmste Fünftel der Bevölkerung lebt von einem monatlichen Nettoeinkommen von 101.000 Forint (ca. 260 Euro), während die reichsten 20 Prozent der Haushalte durchschnittlich 458.000 Forint (ca. 1.145 Euro) pro Person verdienen. Die Armutsgrenze hat sich in den letzten neun Jahren mehr als verdoppelt, was die gestiegenen Lebenshaltungskosten deutlich verdeutlicht. Die Einkommensunterschiede haben sich nicht nur quantitativ, sondern auch strukturell verschärft: Während die Ärmeren hauptsächlich von staatlichen Leistungen leben, stammen die Einkommen der Wohlhabenderen heute überwiegend aus den Erträgen ihrer Arbeit und ihres Vermögens – und nicht mehr aus Familienleistungen oder anderen Sozialleistungen.

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  2. Laut den neuesten Daten des Statistischen Zentralamts (KSH) bleibt die Einkommensschere zwischen den ungarischen Haushalten erheblich: Im Jahr 2024 wird die Kluft zwischen dem ärmsten und dem reichsten Fünftel mehr als viermal so groß sein. Das Nettoeinkommen pro Kopf der ärmsten 20 Prozent lag im vergangenen Jahr bei lediglich 101.000 Forint (ca. 260 Euro) pro Monat, was möglicherweise nicht einmal für die grundlegendsten Ausgaben ausreicht. Die Mittelschicht – das dritte Fünftel – erzielte durchschnittlich 198.000 Forint (ca. 520 Euro) pro Kopf, was für einen Zwei-Verdiener-Haushalt bereits ein stabiles, wenn auch nicht üppiges Auskommen darstellt.

    https://www.penzcentrum.hu/karrier/20251030/kiderult-ekkora-fizetessel-mar-jomodunak-szamitasz-magyarorszagon-egyre-dragabb-szegenynek-lenni-tagul-a-szakadek-1187738

    Deutsche Rentner sollten weniger großspurig gegen Ungarn auftreten, wenn sie sehen, mit wie wenig Geld manche ungarische Nachbarn auskommen müssen!

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