Industrieproduktion
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Das geht aus den detaillierten Angaben des Zentralamtes für Statistik (KSH) zur Industrieproduktion hervor, die am Freitag veröffentlicht wurden. Wie bekannt sank die Industrieproduktion im Zeitraum Januar-April um insgesamt 4,5%, darunter besonders dramatisch die Batteriezellfertigung (-23%), aber auch der Fahrzeugbau um 4%. In vier Industriezweigen gab es derweil Zuwächse; am stärksten erhöhte sich der Ausstoß im Segment Computer, Elektronik und optische Geräte (+8%).
Batterien nur noch die Nr. 4
Im vierten Monat sank die Industrieproduktion roh um 5% zum Vorjahr, nach Arbeitstagen bereinigt um 2,3%. Auch saisonal bereinigt legte der Ausstoß zum Monat März aber immerhin um 1,5% zu. Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes verlor der Fahrzeugbau, dessen Anteil noch immer gut ein Viertel erreicht, auf Jahresebene 4% des Produktionsvolumens. Ähnlich erging es der Nahrungsmittelindustrie, die mit einem Achtel-Anteil mittlerweile zur zweitgrößten Branche aufgestiegen ist. Auf Platz 3 hat die Elektronikindustrie ihr Gewicht dank eines Volumenzuwachses um 3,5% weiter auf mehr als ein Zehntel erhöht. Die Batteriezellfertigung ist derweil von Zwei auf Vier abgestürzt: ihr Anteil am verarbeitenden Gewerbe erreicht nur noch 9%, während das Produktionsvolumen aktuell wieder um 16,5% schrumpfte. Wenn sich der Abstieg der vermeintlichen Zukunftsbranche fortsetzt, werden demnächst auch die Industriezweige Reifen- und Kunststoffindustrie sowie Metallverarbeitung über mehr Gewicht in der Volkswirtschaft verfügen.
Immer weniger Exportaufträge
Regional stehen aktuell nur drei Regionen gut im Wettbewerb, wobei die Industrie insbesondere in West-Transdanubien (+7,5%) wachsen konnte. In der Südlichen Tiefebene brach das Produktionsvolumen unterdessen um 16,5% ein. Im verarbeitenden Gewerbe ging der Auftragseingang im April zum Vorjahr um mehr als 12% zurück. Dabei gingen im Inland sogar etwas mehr Aufträge ein (+2,5%), im Exportgeschäft sieht es aber umso trüber aus (-14,5%). Am Ende des Monats fehlte bereits ein Sechstel vom vorjährigen Auftragsvolumen in den Büchern.
