Gasversorgung

Kein Grund zur Panik!?

Die Versorgungssicherheit der einheimischen Verbraucher ist beim Gas gewährleistet, teilte das Energieamt MEKH am Donnerstagmorgen mit.

Während Deutschland bereits die zweite Alarmstufe des Notfallplans Gas ausruft, erhalte Ungarn sein Gas trotz des Ukraine-Krieges weiterhin reibungslos.

Russland halte sich demnach an die Vereinbarungen des langfristigen Liefervertrags. Nachdem Ungarn im Oktober 2021 eine neue Einspeisung aus Richtung Serbien vermelden konnte, fließen aus südlicher Richtung über die Gaspipeline „Türkischer Strom“ täglich 12-17 Mio. Kubikmeter Erdgas. Für die Zeit der planmäßigen Wartungsarbeiten hätten die Gashändler die benötigten Mengen bereitzustellen.

Die Kapazitäten in den Gasspeichern mit ihrem Füllvermögen von max. 6,33 Mrd. Kubikmetern sind derzeit zu 36,3% gefüllt. (Damit liegt Ungarn – wie das MEKH nicht erwähnt – in der EU weit hinten, Deutschland hat z. B. 58% erreicht.) Bis zum Beginn des Gasversorgungsjahres, also zum 1. Oktober, muss die MVM Next als Grundversorger knapp 1,9 Mrd. Kubikmeter verbindlich einspeichern. Außerdem wird die strategische Reserve von zuletzt 940 Mio. auf 1,2 Mrd. Kubikmeter angehoben. Mit anderen Worten ist der Mindestbedarf der Bevölkerung über die strategische Reserve hinaus derzeit ungefähr zur Hälfte gedeckt.

Damit auch der Bedarf am freien Markt sichergestellt werden kann, müsste das Tempo der Einspeisung in den folgenden drei Monaten aber erhöht werden. Außerdem hat Serbien eine Sicherheitsbevorratung von 500 Mio. Kubikmetern beansprucht – auf dieses Volumen ging das Energieamt ebenso wenig ein, allerdings ist die Auffüllung auch erst für den Zeitraum Juli-Oktober vorgesehen.

4 Antworten auf “Kein Grund zur Panik!?

    1. Oh – ein Vollpfosten konnte ein Video bei youtube hochladen – alle Achtung. Das war sicherlich eine ganz besondere Leistung dieser Labertasche. 🙂

      Aber immerhin – eins kann er: Sich vermarkten – was er ja auch ausgiebig tut.

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