Fachkonferenz
Kammer kritisiert Nationalbank
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Das sagte der Minister für Innovationen und Technologien, László Palkovics, auf einer Fachkonferenz am Donnerstag an der Verwaltungsuniversität NKE. Dabei verwies er auf die starken Arbeitsmarktdaten. Schlechter würden Länder mit hohem Tourismusanteil, besser solche mit starker Industrie abschneiden. Ungarn habe zudem allerhand stimulierende Maßnahmen ergriffen.
Die geringsten Verluste hatten Länder zu beklagen, die im Vorfeld eine ausgeglichene Haushaltspolitik betrieben. Das meinte der Präsident des Staatlichen Rechnungshofes, László Domokos. Diese Länder konnten in der Not leichter zum Instrument von Stimuli greifen. Nun müssten jedoch Entscheidungen folgen, wie dieses Krisenengagement wieder vernünftig zurückgefahren werden kann.
Erste Anzeichen einer Überhitzung sieht der Präsident der Ungarischen Industrie- und Handelskammer (MKIK), László Parragh. Ein klares Beispiel sei die Inflation, die wegen der Politik der Ungarischen Nationalbank (MNB) dermaßen hochgeschossen sei. Geradezu eine Gefahrenlage habe die MNB heraufbeschworen, als sie das Programm der Wachstumskredite (NKP) für KMU „über Nacht“ auslaufen ließ. Die Kammer musste daraufhin den Wirtschaftsakteuren mit einer neuartigen Konstruktion der Széchenyi-Karte zur Seite springen.
