Arbeitsmarkt
Junge Leute eher arbeitslos
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Für den Zeitraum Oktober-Dezember ermittelte das Zentralamt für Statistik (KSH) 4,74 Mio. Vollzeitbeschäftigte und eine Beschäftigungsquote von 75,0%, nur knapp unter dem unlängst erzielten Rekordwert. Im Vergleich zu den Arbeitsmarktdaten ein Jahr zuvor ist die Zahl der schlecht bezahlten ABM-Kräfte unter 65.000 Personen gesunken und die geschätzte Zahl der im Ausland tätigen Ungarn auf im Schnitt 105.000 Personen gestiegen. Regional zeigen sich weiterhin Unterschiede von bis zu zehn Prozentpunkten zwischen der Beschäftigungsquote in der Hauptstadt (knapp 80%) und jener in Nordungarn. In Nordungarn gingen zudem in den letzten zwölf Monaten die meisten Arbeitsplätze verloren, wohingegen in Nord-Transdanubien die meisten neu entstanden.
Die Erwerbslosenquote ist derweil im Zeitraum Oktober-Dezember auf 4,4% gestiegen und liegt damit bereits einen halben Prozentpunkt über dem im Sommer erzielten Wert. Im Jahresvergleich verbirgt sich hinter dem vergleichbar hohen Anstieg jedoch zuvorderst eine steigende Aktivität, weil insbesondere mehr Frauen auf den Arbeitsmarkt strömen, um ihre Familien in dem inflationären Umfeld über die Runden zu bringen. Tatsächlich sind von Erwerbslosigkeit in erster Linie junge Leute unter 25 Jahren betroffen – die Quote nähert sich im Kreis der Berufsanfänger 15%. Obendrein gehen diese geschätzten Zahlen des KSH nicht mit den Daten der Arbeitsämter konform, wo am Jahresende 2023 mit rund 225.000 registrierten Personen immer noch 2,3% weniger offiziell auf Arbeitssuche waren, als ein Jahr zuvor.
