Arbeitsmarkt
Jobsicherheit schlägt Gehalt
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Zwei Drittel aller Arbeitnehmer schätzen ihre Arbeitsaussichten dieses Jahr schlechter ein. Dies zeigt eine im Oktober von Trenkwalder durchgeführte Arbeitsmarktumfrage unter 500 Beschäftigten der Privatwirtschaft. Der Anteil der mit ihrem Gehalt unzufriedenen Befragten stieg innerhalb eines Jahres von 49% auf 55%. Dies liegt primär daran, dass die Löhne zwar weiterhin über der Inflationsrate steigen, ihr realer Wert in diesem Jahr jedoch nur um 3-4% zunimmt, verglichen mit rund 10% im letzten Jahr.
Erwartungen über der Realität
44% derjenigen, die eine Gehaltssteigerung erwarten, gaben an, mit einer Erhöhung um 20% zufrieden zu sein. Weitere 31% der Befragten würden ein zusätzliches Einkommen um 20-30% als angemessen betrachten. Die Realität sieht jedoch anders aus. Im Oktober gaben nur 15% der Befragten an, dass ihr Arbeitgeber ihr Gehalt im Laufe des Jahres erhöht habe. Vor zwei Jahren lag dieser Anteil bei 28%, im letzten Jahr bei 19%. Dies zeigt, dass in der aktuellen Wirtschaftslage die Mehrheit der Unternehmen moderate Lohnerhöhungen vornimmt. 40% der Befragten erwarten eine Jahresendprämie; etwas weniger als im Vorjahr. Weiterhin 60% der Befragten sind der Meinung, dass sich ihre finanzielle Sicherheit im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert hat.
Jobsuche schwierig, Sicherheit zählt
Derzeit geben 48% der Befragten an, bereit zu sein, innerhalb eines Jahres den Job zu wechseln, wenn sie eine geeignete Alternative fänden. 12% würden den Job schon für 10% mehr Geld wechseln, und 72% aller Befragten würden ein Angebot annehmen, das 30% besser ist. Allerdings sind derzeit 65% der Befragten (Vorjahr: 59%) der Meinung, dass es im Vergleich zum Vorjahr schwieriger geworden ist, einen anderen Arbeitsplatz zu finden. Für 74% der Arbeitnehmer hat ein sicherer Arbeitsplatz nach wie vor Vorrang vor einem höheren Gehalt. 68% der Befragten sind optimistisch, dass sich ihre finanzielle Sicherheit verbessern wird, selbst wenn sie 2026 in ihrem derzeitigen Job bleiben.
