Nach dem aufgestockten Angebot stellt sich die Frage, ob die Busfahrer Volán noch immer bestreiken wollen. Foto: MTI/ Csaba Krizsán

MÁV-Volán

Ist der Streik nun hinfällig?

Das Verkehrsministerium als Arbeitgeber bietet den Mitarbeitern der staatlichen Verkehrsbetriebe MÁV-Volán auf drei Jahre verteilt 25% mehr Lohn an.

In diesem Jahr sollen die Arbeitnehmer der Staatsbahnen MÁV und der Volán-Überlandbusgesellschaft einheitlich mindestens 70.000 Forint brutto (185 Euro) mehr im Monat erhalten. Das geht aus Verhandlungen der Tarifpartner vom Dienstagmorgen hervor, an denen auch Verkehrsminister János Lázár persönlich teilnahm. Über drei Jahre hinweg soll der Lohnanstieg garantiert 25% ausmachen, Abweichungen nach oben sollen im Rahmen einer differenzierten Anhebung für die Verkehrsbetriebe möglich werden. Die Gewerkschaften erbaten sich nach diesem Angebot des Arbeitgebers Zeit für Konsultationen im Kreis ihrer Mitglieder.

Unmittelbar vor der Verhandlungsrunde vom Dienstag hatten rund 6.000 Busfahrer den Streikaufruf ihrer Gewerkschaft SZAKSZ unterstützt. Nach einem ersten Warnstreik soll es Ende Januar zu zweitägigen Streikaktionen kommen, mit denen die Volán-Busse den Regional- und Fernverkehr landesweit zum Erlahmen bringen könnten. Die hohe Streikbereitschaft von knapp 60% der insgesamt 10.300 Volán-Busfahrer erklärt sich daraus, dass der Arbeitgeber ursprünglich nur 6-8% mehr Lohn zahlen wollte, während die Gewerkschaft als Inflationsausgleich mindestens 20%, aber eher doch eine Lohnerhöhung nahe an 25% forderte. Diese Forderungen bezeichnete Minister Lázár seinerseits als irreal und überzogen.

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