Nationalbank
Inflationsziel weiterhin im Fokus
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Die einstimmige Einschätzung des Gremiums lautete: Die strenge geldpolitische Ausrichtung muss beibehalten werden. Der Rat bekräftigte sein Engagement für eine nachhaltige Erreichung des Inflationsziels, betonte Notenbankpräsident Mihály Varga gleich zu Beginn seiner Pressekonferenz.
Unsicheres globales Umfeld
Die MNB geht weiterhin davon aus, dass das Inflationsziel von 3% bis Anfang 2027 nachhaltig erreicht werden kann. Dabei spielt die Wechselkursstabilität eine Schlüsselrolle. Aus Sicht des Währungsrats ist eine vorsichtige und geduldige Geldpolitik weiterhin gerechtfertigt. Das globale Wirtschaftsumfeld bleibt unsicher, die globale Desinflation hat sich verlangsamt. Die Unsicherheit über die internationalen Wachstumsaussichten bleibt bestehen, wobei geopolitische Spannungen und handelspolitische Maßnahmen eine entscheidende Rolle spielen. Was die einheimische Wirtschaft betrifft, so entsprach die Inflationsrate von 4,3% im September den Erwartungen der MNB, lag aber weiterhin über dem Zielwert.
Erstarkter Forint zeigt Wirkung
Die in diesem Jahr beobachtete Stärkung des Forint sieht Varga als eine erfreuliche Entwicklung, da sich der stärkere Forint allmählich in den Verbraucherpreisen niederschlage. Doch der Kampf gegen die Inflation ist noch nicht vorbei. „In den letzten Monaten beobachten wir einen Trend zur Stärkung des Forint, der auch im regionalen Vergleich signifikant ist.“ Um Preisstabilität zu erreichen, ist künftig ein stabiler Devisenmarkt erforderlich. Die Entwicklungen der letzten Monate bieten hierfür eine gute Grundlage. Die Finanzmarktprozesse müssen jedoch kontinuierlich beobachtet werden.
Notenbank nicht unter Druck
„Ich spüre keinen Druck auf die Notenbank, der uns von den bisherigen Entscheidungen abbringen würde“, betonte Varga im Hinblick auf Regierungserklärungen der letzten Wochen. „Wir gehen immer von bekannten Fakten, Daten oder Entscheidungen aus. Die Regierung hat im Sommer beschlossen, die Margensperre im Einzelhandel bis Ende November beizubehalten. In der gegenwärtigen Situation haben wir keine andere Wahl, als auf die nächste Entscheidung zu warten.“ Unlängst hatten Ministerpräsident Viktor Orbán und Wirtschaftsminister Márton Nagy erklärt, dass sie das derzeitige Zinsniveau für zu hoch ansehen.
