Börse und Forint
In bester Stimmung
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Der Leitindex der Budapester Wertpapierbörse (BÉT) befand sich letztmalig Ende 2021 in Höhen wie aktuell: Bei 43.200 Punkten ins Jahr 2023 gestartet ergab sich der vorerst letzte Tiefpunkt des BUX Mitte März bei 40.750 Punkten. Anfang Mai wurde endlich wieder die Marke von 45.000 Punkten geknackt, in den Juni ging der Leitindex bereits bei 47.000 Punkten. Am 12. Juni wurde die Schwelle von 50.000 Punkten überschritten, und einen Monat später scheint festzustehen, dass es von hier weiter nach oben gehen soll.
BUX legt jeden Tag zu
In der vergangenen Woche legte der BUX an jedem einzelnen Handelstag zu, packte an fünf Tagen insgesamt nahezu 1.900 Punkte oder 4% drauf und schloss auf einem neuen Hoch von 51.855 Punkten. Getragen von der guten Stimmung an den internationalen Märkten zog die meistgehandelte OTP-Aktie bis auf 12.290 Forint an. Das entspricht einem Wochenzuwachs um 4,2%; seit Jahresbeginn hat das Bankpapier 21% draufgelegt. Mitte Juli am stärksten zulegen konnte Richter (+5,4%), der Pharmawert schloss auf 8.750 Forint. Die Richter-Aktie konnte trotz harter Bandagen der Regierung in Sachen Sondersteuern im Jahresverlauf 6% hinzugewinnen.
Die MOL-Aktie erreichte auf 3.096 Forint ein Jahreshoch und wird seit Jahresbeginn um 18,5% stärker bewertet. Der am wenigsten liquide Blue Chip Magyar Telekom bildet die Entwicklung des BUX am besten ab: Mit aktuell 420 Forint gelang seit Jahresbeginn ein Zuwachs der Kapitalisierung um ein Viertel, damit aber auch erst die Rückkehr zum Niveau von Ende 2021. Damals schloss sich eine langwierige Durststrecke mit einem mehrjährigen Kurstief der DT-Tochtergesellschaft auf 285 Forint im September 2022 an.
Auf der Achterbahn nach oben
Der Forint fährt unterdessen seit Mitte Juni Achterbahn. Im längerfristigen Trend erstarkte die einheimische Währung seit Mitte März, als letztmalig knapp 400 Forint für einen Euro hingeblättert werden mussten, systematisch. Mitte April durchbrach der Forint erstmals die Widerstandslinie bei 370 HUF/EUR – so wie die Finanzierungssorgen wegen des Zwillingsdefizits parallel zu abstürzenden Energiepreisen in den Hintergrund traten. Weil EU-Kommission und Europaparlament Ungarn politisch motiviert den Zugang zu den Fördermitteln verweigern, sackte der Kurs an nur acht Tagen im Juni dann wieder bis auf 386 Forint zum Euro durch.
Am 7. Juli setzte die Korrektur dieses Abwärtstrends ein, gestärkt durch die Rating-Agenturen und den schwachen US-Dollar (infolge der in Übersee purzelnden Inflationszahlen) korrigierte der Forint wieder unter 375 HUF/EUR. Gegen den Dollar zeigte sich die ungarische Währung dementsprechend noch robuster, die binnen einer Woche um 20 Einheiten erstarken konnte und bei 333,50 HUF/USD ein Niveau erreichte, wie seit Februar 2022 nicht mehr erlebt! Mitte Oktober 2022 kostete ein Dollar sogar 450 Forint, so viel wie nie zuvor – von diesem historischen Tief hat sich die ungarische Währung seither um ein gutes Viertel entfernt.

“Werden die BRICS im August eine goldgedeckte Währung einführen?”
“Abgesehen von Spekulationen gibt es keine offizielle Bestätigung der BRICS-Staaten, dass sie in nächster Zeit entweder eine neue, durch Gold gedeckte Währung herausgeben oder ihre Währungen an Gold binden werden. Obwohl es wahrscheinlich ist, dass die BRICS-Staaten über die Schaffung einer neuen Währung diskutieren, wurde noch keine Einigung erzielt, und die politischen Entscheidungsträger bestreiten, dass die neue Währung bald eingeführt wird. Aktuelle Gerüchte über eine neue Währung – die darauf hindeuten, dass auf dem nächsten BRICS-Gipfel im August ein Goldstandard eingeführt werden soll – sollten mit Skepsis betrachtet werden.”
https://www.goldseiten.de/artikel/587449–Werden-die-BRICS-im-August-eine-goldgedeckte-Waehrung-einfuehren.html