Investitionen
Immobiliensektor erobert die Spitze
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Wie das Zentralamt für Statistik (KSH) am Montag mitteilte, erhöhten sich die Aktivitäten im IV. Quartal im Jahresvergleich um 2,5% bzw. gegenüber dem III. Quartal – saisonal bereinigt – um 4,8%.
Allerdings gehen die Impulse nicht vom Unternehmenssektor aus, sondern von Investitionen der öffentlichen Hand und privaten Projekten. Für die letzten drei Monate des Corona-Jahres summierte das KSH die getätigten Investitionen auf knapp 4.100 Mrd. Forint, für das Gesamtjahr auf annähernd 10.700 Mrd. Forint. Unterm Strich blieb das verarbeitende Gewerbe mit 2.715 Mrd. Forint (-8%) der größte Investor, der Immobiliensektor holte aber spektakulär auf (+16% auf 2.175 Mrd. Forint). Im IV. Quartal war die Immobilienbranche mit knapp 1.000 Mrd. Forint (+24%) erstmals die absolute Nr. 1 in Ungarn – entscheidend durch den Boom im Wohnungsneubau. Während der Staat sein Engagement im Krisenjahr um 5% reduzierte, hielten die größeren Unternehmen (mit 50 und mehr Beschäftigten) im Schnitt sogar 7,5% ihres 2019er (Rekord)-Budgets zurück.
Nach den überraschend guten BIP-Daten für das IV. Quartal und 2020 hatten Analysten bereits mit versöhnlichen Investitionszahlen am Jahresende gerechnet. In diesem Jahr dürfte der Fluss der EU-Gelder einen Zuwachs um 6-10% bringen.
