Jedlik-Energieprogramm
Immer neue Elemente
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Das Modernisierungsprogramm für mehr Energieeffizienz umfasst derzeit drei Elemente für Industrieunternehmen und Kommunen mit einem Gesamtbudget von 114 Mrd. Forint. Fernwärmeversorger können sich seit Mitte Juni für die erste Ausschreibung bewerben. Dafür stehen 45 Mrd. Forint zur Verfügung, die für Effizienzsteigerungen, erneuerbare Wärmequellen und Abwärmenutzung eingesetzt werden können. Seit Mitte Juli können Fernwärmeerzeuger in einem weiteren Programmteil Fördermittel zur Umstellung ihrer Systeme auf erneuerbare Energien beantragen. Aus dem Budget von 51 Mrd. Forint werden eigenständig förderfähige Maßnahmen unterstützt, darunter Technologien zur Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen (einschließlich Wärmepumpen), Abwärmenutzung und Wärmespeicher. Im August wurde zudem ein Programmteil mit 18 Mrd. Forint für die Modernisierung der lokalen Straßenbeleuchtung ausgeschrieben. Im Zusammenspiel mit dem Programm „Magyar falu“ (Ungarisches Dorf) können kleine Gemeinden bis zu 50 Mio. Forint für den Austausch von Straßenlampen und den Aufbau autonomer Steuerungssysteme erhalten. Diese Förderung kann vollständig als Vorschuss beantragt werden.
Energiesouveränität stärken
Gerade erst am Freitag wurde im Rahmen des Jedlik-Programms ein weiteres, mit 13 Mrd. Forint dotiertes Programm für Unternehmen gestartet, das die Energiesouveränität des Landes stärken soll. Innovationsminister Balázs Hankó erläuterte, dass mit dem Programm zur Förderung von Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit ungarischer Unternehmen gesteigert und die Vernetzung von Wirtschaft, Universitäten und Forschungsinstituten vorangetrieben werden soll. Ziel sei es, Ungarn bis 2030 zu einem der zehn innovativsten Länder Europas zu machen.
Zu den bisherigen Erfolgen merkte Hankó an, die Innovationsausgaben hätten sich innerhalb von zehn Jahren verdreifacht und erreichen nun 1.065 Mrd. Forint. Die Beschäftigtenzahl in Forschung und Entwicklung habe sich verdoppelt, während die Zahl der Doktoranden um 50% gestiegen sei. Im vergangenen Jahr nahmen die Patentanmeldungen um 35% auf knapp 600 zu. Zudem gehören heute zwölf ungarische Universitäten zu den besten fünf Prozent weltweit.
KMU-Förderung für Energietechnologien
Für Mikro-, Klein- und Mittelunternehmen stehen jeweils 100-600 Mio. Forint für die Realisierung innovativer Entwicklungen bei Energietechnologien bereit, sagte Energieminister Csaba Lantos. Die Unternehmen sollen innovative Produkte und technologische Lösungen entwickeln, die später zu exportfähigen Produkten werden und dadurch die Energiesouveränität Ungarns stärken. Die Ausschreibung umfasst insgesamt elf Zielbereiche, darunter die Herstellung von nicht biologisch gewonnenem erneuerbaren Wasserstoff durch Elektrolyse, Technologien zur Abwärmenutzung, die Optimierung der Lebensdauer von Batterien sowie effiziente und umweltfreundliche Lösungen für die energetische Wiederverwertung oder die Gebäudetechnik und Energieeffizienz.
