Makroprognose
Gute Aussichten, mit einem Manko
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So lautet die neueste Prognose, die das Finanzministerium am Mittwoch vorstellte. Ende 2020 hatte das Fachressort für das Jahr des Neuanlaufs nach der Corona-Krise noch bescheidener mit einem Wachstum von 3,5% gerechnet. Allerdings wurde das zusätzliche Wachstum teuer erkauft, wenn man die geplante und die erreichte Defizitzahl hinzuzieht: Ursprünglich wollte der Staat 6,5% Neuschulden am BIP machen, daraus sind nun – trotz beinahe verdoppelter Wachstumsdynamik – wohl 7,5% geworden. Gestützt habe sich die Konjunktur auf die Investitionen (+8,3%), Privatverbrauch (+3,6%) und Nettoexporte (+9,0% bei Exporten im Vergleich zu einem Importplus von 7,1%), steigende Reallöhne (+3,4%) und mehr Beschäftigte (+0,5%). Einziges Manko: Die Inflation dürfte im Jahresmittel auf 5,1% hochgeschnellt sein.
Für 2022 rechnet das Finanzministerium deutlich optimistischer mit 5,9% Wachstum – im Haushaltsplan für das kommende Jahr wurden noch 5,2% veranschlagt. Dabei müssen Investitionen (+7,4%), Privatverbrauch (+6,7%) sowie steigende Reallöhne (+9,0%) und Beschäftigung (+0,7%) den Ausfall des Staates beim Inlandsverbrauch und der Nettoexporte kompensieren.
