Foto: MTI/ Tibor Rosta

Eisenbahnstrecke Szeged-Röszke

Güterverkehr rollt wieder an

Nach einer langjährigen Pause wurde der Güterverkehr auf der Eisenbahnstrecke Szeged-Röszke wieder aufgenommen.

Am Montagabend rollte der erste Zug nach Serbien und von dort in den griechischen Hafen Piräus.

Wie Staatssekretär Dávid Vitézy (l.) informierte, belief sich der Investitionsaufwand für den modernisierten ungarischen Abschnitt auf gut 40 Mrd. Forint, die Gelder wurden aus dem Staatshaushalt breitgestellt. Die Wiederaufnahme des Güterverkehrs zwischen Szeged und Röszke ermöglichte, dass nun mit der vollständigen Rekonstruktion des ungarischen Abschnitts der Bahnlinie Budapest-Belgrad begonnen werden kann.

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Asien näher heranholen

Dem Bau der Eisenbahnlinie Budapest-Belgrad liegt ein strategisches Ziel zugrunde. Dieses entspricht dem bestehenden und wachsenden Bedarf, die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn als umweltfreundlichster Verkehrsträger, auf dem Weg von China und im weiteren Sinne von Asien und der Türkei über die Balkanrouten in die Kerngebiete Europas zu verbessern, betonte der Staatssekretär. Der Ausbau der Strecke Budapest-Belgrad wird eine Lösung sowohl für den Straßentransport über die Türkei als auch für den kombinierten Wasser- und Schienenverkehr bieten. So werden die wichtigsten Schienenverkehrsrouten aus Asien durch Ungarn verlaufen, was ein enormes Potenzial für die wirtschaftliche Entwicklung eröffnet.

Die modernisierte Strecke wird zusammen mit den Investitionen auf der serbischen Seite Szeged und Subotica wieder miteinander verbinden. Die Modernisierung der ungarischen Seite wird fortgesetzt, der Abschnitt soll einschließlich Oberleitungen bis zum nächsten Herbst fertiggestellt sein. Dann kann auch der Personenverkehr aufgenommen werden.

Schiene erlebt Renaissance

Der Vorstandsvorsitzende der MÁV Zrt., Zoltán Pafféri, erinnerte daran, dass der aus 20 Waggons bestehende Güterzug der Rail Cargo Hungaria Zrt. der erste Zug ist, der nach sieben Jahren die Strecke Szeged-Röszke passierte. Die 1863 erbaute Strecke wurde 2015 aus dem Linienverkehr genommen. Doch nun erlebe die Schiene eine Renaissance und habe sich die EU zum Ziel gesetzt, den Anteil von Schienen- und Wasserwegen am Güter- und Personenverkehr auf Kurz- und Mittelstrecken bis 2050 um 50% zu erhöhen und damit die Emissionen um 60% zu senken. Ab dem 1. August kann die MÁV Zrt. für max. 10 Güterzüge pro Tag zwischen 18 und 8 Uhr den Grenzübertritt garantieren.

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