Agrarpreise
Gegenläufige Trends
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Im I. Quartal stiegen die Erzeugerpreise noch um durchschnittlich 18%, darunter für tierische Produkte um 48%, teilte das Zentralamt für Statistik (KSH) am Donnerstag mit. Der Preisauftrieb für pflanzliche Produkte bleibt mit gut 6% derweil weit hinter dem allgemeinen Inflationstempo zurück. Die Inputpreise der Landwirte verteuerten sich zur gleichen Zeit um 27,5%; ihnen setzten Lieferengpässe, ausufernde Energiepreise und eine im Vorjahr ungünstige (zu trockene) Witterung zu. Die hohen Energiekosten schlugen sich insbesondere bei Gewächshäusern nieder. Auf der anderen Seite drückte der ukrainische Import auf die Preise: Der Weizenpreis lag in der EU im März um 30%, der Preis für Mais um 25% niedriger, als vor einem Jahr. Gemüse wurde derweil um ein Drittel teurer, Kartoffeln gar um die Hälfte.
Der Aufkaufpreis für Schlachthühner steigt seit nunmehr zweieinhalb Jahren unaufhörlich. Bei Schlachtschweinen ergab sich im I. Quartal nicht nur eine Dynamik von 60%, der Preis pro Kilogramm näherte sich mit 710 Forint auch wieder dem historischen Spitzenwert von 735 Forint an, die im vorigen September erzielt wurden.
Die Landwirte mussten zur gleichen Zeit 54% mehr für Kraftstoffe und sogar 77% mehr für Heizenergie aufwenden. (Im Verlaufe des Winterhalbjahres legten erstere zu, wohingegen letztere sanken.) Dünger kostet zwar 11% mehr, als Anfang 2022, doch gegenüber den Spitzenpreisen vom Herbst ist der Tonnenpreis von 325.000 Forint immerhin schon wieder auf 235.000 Forint abgesackt.
