Inflation
Frisches Obst ein Luxus
Das Zentralamt für Statistik (KSH) präsentierte am Freitag die Inflationsdaten für den Monat Juli, die einmal mehr für Ernüchterung sorgten. Die Inflationsrate sank zwar auf 4,3%, wegen der Basiseffekte hatten manche Analysten aber selbst eine Drei vor dem Komma für möglich gehalten. Da das Inflationsziel der Notenbank ein Intervall von 2-4% abdeckt, hätte eine solche Entwicklung die Erwartungen an den Währungsrat der MNB gestärkt, den seit langsam einem Jahr bei 6,5% verzurrten Leitzins endlich weiter zu senken. Das würde dem darbenden Wachstum guttun, so aber bleibt der Forint ohne Druck und kann sich stabil unter 400 Forint zum Euro halten.
Kerninflation auf Jahrestief
Wenngleich sich die Inflation hartnäckig hält, ist die Kerninflationsrate mit 4,0% doch auf ein Jahrestief gesunken. Tatsächlich besteht in den meisten Warengruppen ein größerer Teuerungsdruck als Mitte 2024. Die Lebensmittelpreise zogen in den vergangenen zwölf Monaten um satte 5,9% an (ein Jahr davor +2,7%), Tabakwaren sogar um 6,5% und damit um das Anderthalbfache des Basiswerts. Langlebige Verbrauchsgüter wurden zwar „nur“ um 2,1% teurer, diese Warengruppe zeigte jedoch ein Jahr davor noch Deflation (-0,5%). Immerhin schlägt sich hinter dieser Zahl die steigende Nachfrage nieder, was wiederum als gutes Zeichen für den Zustand der Wirtschaft und Gesellschaft gewertet werden darf.
Die Haushaltsenergie verteuerte sich um 10,9% (!), was jedoch wie gehabt eine eher technische Korrektur darstellt. Denn das KSH berücksichtigt seit der Zweiteilung der Politik der gesenkten Energiekosten den aktuellen Verbrauch. Weil die Haushalte in diesem Jahr eindeutig mehr Gas verbrauchen, welcher Gasverbrauch nach dem ersten Preisschock dramatisch zurückging, haben die Statistiker hier einen Preisanstieg von 23% ermittelt. In der Realität eher bemerkbar machen sich +5% für PB-Flaschengas, die der Markt allen betroffenen Kunden abverlangt.
Einkleiden und Tanken lohnt
Im breiten Kreis der Dienstleistungen hat sich der Preisanstieg zwar von 9,1% auf 5,3% auf Jahresebene nahezu halbiert, doch ist das immer noch so viel, um damit die allgemeine Inflationsrate anzuheizen. Lichtblicke verheißen momentan allein zwei Warengruppen: Für Bekleidung (+1,9%) hat sich der Preisauftrieb mehr als halbiert, Kraftstoffe (und sonstige Artikel) wurden absolut preiswerter (-0,4%).
Gegenüber dem Juni zogen die Verbraucherpreise schon wieder um 0,4% an, besonders aber frisches Obst (+8,5%) – Pfirsiche als typisches ungarisches Obst kosten heute 85% mehr als noch im Juli 2024! Saisonal bedingt explodierten im Juli aber vor allem die Preise für Dienstleistungen rund um den Sommerurlaub, die im Schnitt 9% mehr als noch im Juni kosteten. Wie man es auch dreht und wendet: In Europa tut sich kaum ein anderes Land so schwer wie Ungarn, die Preise stabil zu halten.


Irgendwo muss das Geld für die bunte Vielfallt und Bereicherung der EU kommen. Die Krankenkassen sind auch bald wieder auf Preiserhöhung und das Geld, das in der Ukraine versickert – oder hat das alles nichts mit den Preisen zu tun ? Es wird ja auch viel in den C0² Wahn investiert, das Geld müssen z.B. Erzeuger also Bauern wieder in die Preise einfließen lassen. Auch Spediteure müssen die Kosten umlegen, was alles auf die Preise geht. Die EU hat fertig.
Na Sie haben aber Ahnung von Wirtschaft ! Ich denke Sie haben zumindest ein BWL Studium. Wenn nicht, auch nicht schlimm, aber da kann man sich ja inm Netz informieren, und nicht immer reflexartig für alles die “linken”, verantwortlich machen !