Telekom-Netze

Förderungen schließen Lücken

Ein neues Finanzierungsprogramm soll 300.000 ländlichen Haushalten und Unternehmen schnelles Glasfaser-Internet bringen. Insgesamt sollen landesweit 800.000 Haushalte und Unternehmen Zugang zum modernsten Internetnetz erhalten.

Dies erklärte Károly Balázs Solymár, Staatssekretär für Infokommunikation im Energieministerium. Fast eine halbe Million Anschlüsse werden durch eigenfinanzierte Projekte der Anbieter realisiert, während weitere 300.000 Haushalte ihren Anschluss durch die Unterstützung des „Gigabit-Programms“ erhalten.

Die Ausschreibung wurde notwendig, da der Infrastrukturausbau in dünn besiedelten Gebieten für Unternehmen oft nicht rentabel ist, was auf dem Land häufig zu langsameren Online-Diensten und instabilen Verbindungen führt. Unternehmen aus der ITK-Branche können sich bis zum 21. Oktober für Fördermittel von bis zu 3,5 Mrd. Forint (knapp 9 Mio. Euro) pro Projekt bewerben. Der gesamte Fördertopf beläuft sich auf 84,9 Mrd. Forint. Die Projekte erfordern eine Eigenbeteiligung von 10% und müssen bis Ende 2028 abgeschlossen sein.

Solymár betonte, dass Ungarns Internetinfrastruktur bereits besser ausgebaut ist als der EU-Durchschnitt. Die Glasfaserabdeckung liegt hierzulande bei rund 80%, während diese im EU-Mittel nur 64% beträgt. Damit gebe man sich jedoch nicht zufrieden, da alle Bürger die gleichen digitalen Voraussetzungen haben sollen. Unterschiede in der Qualität der digitalen Versorgung seien inakzeptabel. Eine moderne Festnetz-Abdeckung von 98% ist das erklärte Ziel, wobei die restlichen 2% durch mobile Dienste erschlossen werden sollen. Das „Gigabit-Programm“ unterstützt beide Technologien. Ein knappes Drittel des Netzausbaus wird von kleinen und mittleren Unternehmen durchgeführt.

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