MNB-Statistik
Finanzdienstleister wachsen
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Das Volumen der Lebensversicherungen und Kassenreserven stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15%. Der Aktienbestand wuchs um 19%, # der Bestand an Investmentanteilen nahm um fast 30% zu. Im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten bevorzugen ungarische Haushalte Staatsanleihen, Bargeld und Investmentfondsanteile, investieren jedoch weniger in Aktien, Festgeld-Einlagen, Lebensversicherungen und Pensionsfonds.
Versicherungsprämien steigen deutlich
Die Einnahmen aus Versicherungsprämien stiegen um 12% auf 1.845 Mrd. Forint (ca. 4,6 Mrd. Euro). Dabei legten Nichtlebensversicherungen um 13% und Lebensversicherungen um 11% zu. Der Nettogewinn des Sektors erreichte 48 Mrd. Forint, fast doppelt so viel wie 2023, blieb jedoch hinter den Werten vor Einführung der Sonder- und Übergewinnsteuer zurück. Die Einzahlungen auf die individuellen Konten der freiwilligen Pensionskassen stiegen um 12,5% auf 165 Mrd. Forint. Gleichzeitig sanken die Auszahlungen an die Mitglieder um 6,5% auf 130 Mrd. Forint. Die Nettorenditen wuchsen erneut zweistellig.
Pensionskassen erreichen neues Hoch
Durch diesen Zuwachs und den positiven Cashflow stieg die Deckungsreserve des Sektors auf 2.240 Mrd. Forint, ein neuer Höchststand. Die Zahl der Kassenmitglieder wuchs erstmals nach anderthalb Jahrzehnten des Rückgangs wieder an und überschritt 1,075 Mio. Personen. Ende 2024 zählten die Kranken- und Selbsthilfekassen 1,187 Mio. Mitglieder (+5,5%). Die Einnahmen aus den Deckungsreserven des Sektors erhöhten sich 2024 um 20,5%, während die Leistungsausgaben parallel um 20% stiegen.
Kapitalmarkt mit deutlichem Wachstum
Der Kapitalmarktumsatz der Investmentdienstleister wuchs um 14,5% auf 1.315.000 Mrd. Forint. Parallel dazu stieg der Umsatz der Budapester Börse (BÉT) um 24,5%, während der Wertpapierbestand der Kunden um 17% zulegte. Das von Investmentfondsmanagern verwaltete Vermögen erreichte 23.620 Mrd. Forint (+22%). Der Nettoanlagewert der Investmentfonds stieg im selben Zeitraum auf 18.430 Mrd. Forint. Dem Bericht zufolge leitete die MNB im Vorjahr 20 Marktüberwachungsverfahren wegen Marktmissbrauchs sowie 16 Verfahren wegen des Verdachts auf unerlaubte Tätigkeiten ein. Insgesamt verhängte die Aufsicht Geldbußen in Höhe von 1,45 Mrd. Forint.
