Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung des Einzelhandels seit Anfang 2023 (jeweiliger Vorjahresmonat = 100).

Einzelhandel

Erwachende Kauflaune

Wenigstens in den Geschäften ist das Jahr ganz nach dem Wunsch der Regierung angelaufen: Das Geld sprudelte in sämtlichen Segmenten des Einzelhandels.

Es ist die erste makroökonomische Zahl, die den von Ministerpräsident Viktor Orbán prophezeiten „Senkrechtstart“ der ungarischen Wirtschaft abbildet. Das Einzelhandelsvolumen lag im Januar sowohl roh als auch bereinigt um 4,7% über dem Niveau vom Januar 2024. Nach den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Zentralamtes für Statistik (KSH) legte das Nonfoodsegment sogar um 5,7% zu, aber auch der Lebensmittelhandel (+4,7%) und der Kraftstoffhandel (+1,9%) konnten sich nicht beklagen. Die Lebensmittelgeschäfte hatten seit August keine vergleichbare Dynamik mehr erlebt, an den Tankstellen, deren Verkaufsvolumen 2024 insgesamt zurückfiel, gab es seit dem vorigen April nichts Vergleichbares.

Da erstmals sämtliche Segmente des Einzelhandels „an einem Strang zogen“, wurde nach der Dynamik betrachtet der beste Monat seit Mai 2022 verzeichnet. Gegenüber dem Vormonat legte das Einzelhandelsvolumen um 2,2% zu – so stark wie seit Ende 2023 nicht mehr erlebt.

Der Januar bescherte Drogerien und Apotheken ein beinahe zweistellig wachsendes Verkaufsvolumen, aber auch Möbelgeschäfte und Baumärkte profitierten überdurchschnittlich von der erwachenden Kauflaune. Im Handel mit Pkw und Autoteilen, der nicht in die Einzelhandelsstatistik einfließt, wurde gar ein Umsatzsprung um ein Fünftel registriert.

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