Bahnstrecke Budapest-Belgrad

Erste Grundstücke enteignet

Auf dem ungarischen Abschnitt der Bahnstrecke Budapest-Belgrad erfolgen erste Enteignungen von Grundstücken.

Unter den betroffenen Liegenschaften befinden sich Wohnhäuser, Wiesen, Gärten und Ackerland, berichtet die linke Tageszeitung „Népszava“.

Für die Umsetzung des Projekts in Höhe von 750 Mrd. Forint wurde die Kínai-Magyar Vasút Nonprofit (MKVN) Zrt. gegründet. Ihr CEO László Pál hatte kurz nach den Parlamentswahlen im April bei einer Präsentation darüber informiert, dass 2.170 Immobilien betroffen sind, davon 186 „in Fremdeigentum“, die enteignet werden müssen. Da der Ausbau der Eisenbahnstrecke zu einer Angelegenheit von strategischer Bedeutung für die Volkswirtschaft erklärt wurde, wird innerhalb von 8 Tagen nach dem Enteignungsantrag zu Gunsten der im Namen des Staates handelnden MÁV Zrt. ein Veräußerungsverbot des betroffenen Eigentums im Grundbuch eingetragen.

Allein im Komitat Pest wurden bereits  im Falle von mindestens zwei Dutzend Liegenschaften Verfahren eingeleitet und Verhandlungstermine festgesetzt.

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