Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung der Erwerbslosenquote in den letzten drei Jahren sowie im Kreisdiagramm die aktuelle Beschäftigtenzahl (in Tsd. Personen).

Arbeitsmarkt

Ende der Fahnenstange

Der Arbeitsmarkt stößt an seine Grenzen, verraten die aktuellen Zahlen des Zentralamtes für Statistik (KSH).

Die Beschäftigungsquote erreichte im Zeitraum Juni-August zwar mit 74,6% einen weiteren Rekord. Der absolute Anstieg beschränkt sich aber in diesem Jahr auf einige tausend Personen; im Jahresvergleich sind es am primären Arbeitsmarkt immerhin noch 60.000 Beschäftigte mehr.

Wenngleich Ministerpräsident Viktor Orbán mit Blick auf Tschechien eine Zahl von 5 Mio. Beschäftigten vorschwebt, scheint bei etwas mehr als 4,7 Mio. Beschäftigten das Ende der Fahnenstange erreicht. Zumal darin weiterhin 75.000 ABM-Kräfte mit minderwertigen, schlecht bezahlten Jobs sowie 90.000 Ungarn enthalten sind, die ihr Brot über längere Zeit im Ausland verdienen. Der primäre Arbeitsmarkt stützt sich also in Wirklichkeit auf 4,55 Mio. einheimische Arbeitskräfte. Zu denen sich immer mehr Gastarbeiter aus Drittländern gesellen.

Derweil ist das Tief bei der Erwerbslosenquote Geschichte. In den Sommermonaten lag diese gegenüber dem Frühling um zwei Zehntel höher, im Juni-August bei durchschnittlich 3,4%, im August bereits bei (grob geschätzten) 3,6%. Die Zahl der bei den Arbeitsämtern registrierten Arbeitslosen stagniert schon seit Mai um 230.000 Personen. Dort haben sich die vom KSH „verzeichneten“ positiven Prozesse des Arbeitsmarktes im Sommer nicht niederschlagen können.

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