Industrieproduktion
Elektronik und Papier gehen voran
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Vor einer Woche präsentierte das Zentralamt für Statistik (KSH) positive Zahlen, wonach die Industrieproduktion im September sowohl im Jahresvergleich als auch gegenüber dem August um 1,3% stieg. Nun zeigen die detaillierten Daten, dass die Industrieexporte dessen ungeachtet um 0,9% zurückfielen, weil die Automobilindustrie weiter zu kämpfen hat (-3,6%). Bei Computern, Elektronik und optischen Geräten wurden die Exporte zur gleichen Zeit jedoch um ein sattes Drittel angehoben.
Der Inlandsabsatz des verarbeitenden Gewerbes nahm um 0,6%, die Produktion des Energiesektors um 5,2% zu. Das verarbeitende Gewerbe zeigte sich insgesamt in der besten Verfassung seit dem Monat März. Die Elektronikindustrie steigerte ihre Produktion um mehr als 40%, die etwas gewichtigere Nahrungsmittelindustrie um knapp 2%. Die marginale Papier- und Druckereiindustrie wuchs um 7,5%.
Die Produktion der Fahrzeugindustrie sank insgesamt noch um 1,5%, im Straßenfahrzeugbau ging es aber immerhin um knapp 1% aufwärts. Die großen Verlierer waren die Pharmaindustrie (-18%), die Herstellung von Batterien (-25%) und von Elektromotoren (-11%).
In den wichtigsten Zweigen des verarbeitenden Gewerbes nahm der Auftragseingang um 2,5%, darunter im Inland um 4,5% zu. In den Auftragsbüchern fehlt nun noch 1% am Volumen des Vorjahres. In den ersten neun Monaten ist die Batteriezellfertigung um ein Achtel eingebrochen, die Automobilindustrie schrumpfte um 4,5%. Die Gewinner waren die Elektronik- und die Papierbranche (+13% bzw. +3%).
Unterm Strich sank die Industrieproduktion bis Ende September um 3,4%, darunter die Exporte um 2,3% und der Inlandsabsatz um 4,2%.
