Gebrauchtwagen
Elektro wird billiger
Im Dezember lagen die Preise für 37% der Anzeigen am heimischen Gebrauchtwagenmarkt unter 2,5 Mio. Forint, 28,5% bewegten sich um 2,5-5 Mio. Forint, 22,5% um 5-10 Mio. Forint und 12% über 10 Mio. Forint. Innerhalb eines Jahres sank der Anteil des günstigsten Segments um 4,5 Prozentpunkte. Der durchschnittliche Angebotspreis betrug im Dezember 5,5 Mio. Forint.
Noch dominieren Benziner
Fast die Hälfte der inserierten Altwagen, etwa 52.900 Pkw, hatten einen Benzinmotor. Dieselautos machten mit 44.600 Fahrzeugen 41% des Angebots aus. Elektroautos bildeten 5,2% der Anzeigen, Hybridfahrzeuge 4,6%. Beim Gebrauchtwagenportal stieg die Zahl der E-Auto-Offerten im Vergleich zum Vorjahr um 29%, die der Hybridfahrzeuge um 18%. Die angebotenen Benziner hatten durchschnittlich 154.000 km auf dem Tacho, Dieselfahrzeuge wiesen mit rund 220.000 km deutlich mehr Laufleistung auf. Nach dem Durchschnittsalter lagen Benziner bei 13,5 Jahren, Dieselautos bei 12,2 Jahren.
Im Dezember kosteten Hybridfahrzeuge durchschnittlich 11,3 Mio. Forint, Elektroautos 11,1 Mio. Forint. Im Jahresvergleich sanken die Preise für Hybride um 6%, für Elektroautos um 11%. Statistisch gesehen verliert ein Fahrzeug je nach Antriebsart jährlich ca. 6-8% seines Wertes. Zusätzlich führen jeweils eintausend gefahrene Kilometer zu einem Wertverlust von 0,2%. Pkw im neuwertigen oder ausgezeichneten Zustand erzielen hingegen Preise, die mehr als 20% über dem Durchschnitt liegen.
Deutsche Premiummarken vorne
Nach den Durchschnittspreisen dominieren die drei großen deutschen Premiumhersteller Mercedes-Benz, BMW und Audi mit deutlichem Abstand und aufgerufenen Preisen um 8,5-10,2 Mio. Forint. Im Mittelfeld rangieren Toyota, Kia, Škoda und VW mit Preisen um 4,6-5,3 Mio. Forint. Ford liegt knapp unter 4 Mio. Forint, Renault und Opel sind mit Preisen unter 3 Mio. Forint die günstigsten unter den beliebtesten Marken.
Laut Fachportal joautok.hu wurden 2025 rund 920.200 Transaktionen am Gebrauchtwagenmarkt realisiert. Das waren nochmals 1,5% mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024. Die Experten sehen im Hintergrund um 4-5% gestiegene Reallöhne sowie günstigere Importpreise dank des stabilen Forint-Wechselkurses. Die beliebteste Marke bleibt Opel mit einem Marktanteil von 10,3%, knapp vor VW (10,1%) und deutlicher vor Suzuki (8,1%). Hinter Ford (7,9%) folgt mit BMW (6,4%) die erste Premiummarke auf Platz 5. Toyota hat mit 5,6% Anteilen Skoda von Platz 6 verdrängt. Vier von zehn Autos am ungarischen Gebrauchtwagenmarkt sind älter als 20 Jahre, die Hälfte der Angebote sind Klein- und Kompaktwagen. Der Neuwagenmarkt wuchs 2025 um 6% auf 129.400 Einheiten, die Gebraucht-Importe nahmen um dynamische 16% auf 128.200 Autos zu.
