Einzelhandel
Eingriffe mit Nebenwirkungen
Zsolt Pálinkás ging im Interview für das Wirtschaftsportal penzcentrum.hu auf die Nebenwirkungen der Eingriffe von Seiten der Wirtschaftspolitik in die Handelsspannen ein. Er sagte, der Margenstopp verzerre den Markt und schränke systematisch den Spielraum für Werbeaktionen ein. Die Kunden mögen von der jetzigen Lage profitieren, auf Dauer jedoch stehe der Wettbewerb auf dem Spiel.
Die Ungarn hätten sich längst an Werbeprospekte mit einer Vielzahl von Angeboten gewöhnt, meinte der CEO von Tesco Magyarország. Diese Angebote müssten aber irgendwie herausgewirtschaftet werden. Die Hypermarktkette büße monatlich 1 Mrd. Forint ein, seit die Regierung die Marge für Grundnahrungsmittel Mitte März auf 10% maximierte. Zwar habe man diese Ausfälle nicht auf die Kunden abgewälzt, indem man andere Preise angehoben hätte. Doch der Umfang und die Tiefe von Aktionspreisen wurden selbstverständlich zurückgefahren. Diese Wirtschaftspolitik nehme wenig Rücksicht auf jene 40% aller Haushalte, die „von der Hand in den Mund leben“, ohne Sparrücklagen.
