Inflation
Ein Schock jagt den anderen
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Im Juni legte die Inflationsrate um einen weiteren Prozentpunkt auf 11,7% zu, meldete das Zentralamt für Statistik (KSH) am Freitag.
Allein gegenüber dem Monat Mai zogen die Preise um weitere 1,5% an. Doppelt so schnell ging es bei den Lebensmittelpreisen bergauf. Margarine verteuerte sich sogar zweistellig, Reis, Käse, Milchprodukte und Geflügelfleisch legten um 5-6% zu. Ein wenig Entspannung zeigte sich allein bei frischem Obst und Gemüse (-1%). Auch langlebige Verbrauchsgüter werden immer teurer, was im Juni insbesondere für Möbel und Gebrauchtwagen zutraf. Für Urlaubsunterkünfte ermittelte das KSH innerhalb eines einzigen Monats – pünktlich zum Start der Hauptsaison – einen Preisanstieg um 9%. Deutlich teurer wurden des Weiteren Taxi, Fitness und Museen.
Margarine und Käse sind nun Luxus
Gegenüber dem Juni 2021 zogen die Verbraucherpreise um 11,7% an, die Kerninflation aber sogar um 13,8%. Lebensmittel (+22,1%) gehören zu den absoluten Preistreibern, mit Spitzenwerten für Margarine (+58%), Käse (+43,5%), Teigwaren und Brot (ca. 40%), Geflügelfleisch und Milchprodukte (ca. 37%), Eier (+34,5%) und Backwaren (+31%). Heute bilden jene Lebensmittel die Ausnahme, deren Preiszuwachs sich im einstelligen Bereich bewegt. Ein süßer Trost, dass Schokolade, Kakao und Zucker dazugehören.

Trotz systematischer Steuererhöhungen haben auch die Preise für Tabakwaren und Spirituosen (+7,3%) im Jahresvergleich nicht zweistellig zugelegt. Ganz anders sieht es aus, wenn man sich etwas Bleibendes gönnen möchte. In der Kategorie der langlebigen Verbrauchsgüter (+12,4%) kosten Möbel – egal ob für die Küche oder für die gute Stube – heute ein Fünftel mehr, Gebrauchtwagen verteuerten sich im Schnitt um 17,5%, Neuwagen um 12%. Selbst Kraftstoffe (+11,2%) treiben die Inflationsstatistik weiterhin an, gab es das Preisdiktat doch im vorigen Sommer noch nicht. Kosmetik wurde 15% teurer, Tierfutter kostet heute 27% mehr, als vor einem Jahr. Der große Sektor der Dienstleistungen (+5,6%) scheint vorerst weniger an der Preisschraube zu drehen, was freilich nicht für das Taxi (+26%), Wartungsarbeiten in der Wohnung (+20,5%), Autoreparaturen (+15,5%) oder Übernachtungen in Hotel, Pension oder auf dem Campingplatz (+10,5%) zutrifft.
Nullrunde fiel aus
Die Ungarische Nationalbank (MNB) präsentierte ähnlich schockierende Zahlen. Der heftige Preisanstieg für Rohstoffe und Energie an den Weltmärkten schlägt in einem Maße durch, dass der gewöhnlich preisneutrale Monat Juni in diesem Jahr einen Anstieg der Preise des Standard-Warenkorbs um 1,7% sah. Das ist noch mehr, als vom KSH für die Verbraucherpreise ermittelt, weil hier der Effekt regulierter Preise (und der Kraftstoffe) rausgerechnet wird. Gewöhnlich sinken die Lebensmittelpreise im Sommer; davon kann 2022 aber keine Rede sein. Der Preisanstieg belief sich allein im Juni auf 2,8%, woraufhin die spezifische Lebensmittel-Inflation bei der MNB nun bei 23,7% angelangt ist.
Ähnliches lässt sich von den Industrieartikeln sagen, wo an Stelle der gewohnten „Nullrunde“ im Juni ein Plus von 1,8% verzeichnet wurde, was die Jahresinflation für Industrieartikel auf 12,3% heraufsetzte. Unter den langlebigen Gütern identifizierte die MNB Pkw – ob alt oder neu – als Preisschocker. Im Falle der vom Markt lebenden Dienstleistungen ist das Umpreisen derweil im Juni ganz normal. Freilich wurde der Stift in diesem Umfeld besonders kräftig angesetzt (+1,2%), darunter extrem in Restaurants und Imbissstuben. Warum die Jahresinflation für Dienstleistungen mit 9,0% weiter den Durchschnitt drückt, ist dem Umstand zu verdanken, dass für Mobiltelefon und Internet derzeit kein Spielraum nach oben gegeben scheint.


Bis Weihnachten kippt die Stimmung in ganz Europa. Die Menschen werden sich fragen, warum sie der EU und ihren gewählten Politikern kritiklos gefolgt sind und dem kriegerischen Popstar Selensky Beifall geklatscht haben. In Deutschland wird gerade darüber debattiert, ob öffentliche Wärmehallen (zb beheizte Turnhallen) für die arme Bevölkerung im Winter notwendig werden.
Meine deutschen Landsleute kannte ich immer fast alle als blind unterwürfig, und es fehlt in der Blockparteien-Diktatur an einer Opposition, die sich gegen Einschüchterung und Unterwanderung durch die Machthaber behaupten kann.
Ja ja die diktatur in der BRD, einfach grausam. Aber zum Glück läufts ja in Orbanistan glänzend.
Ich möchte um Beachtung dieser Entwicklung in Bulgarien bitten. Es wäre wohl zu kurz gegriffen Orban zu beschuldigen:
Brot und Mehl: Bulgarien setzt Mehrwertsteuer aus
Auch Bulgarien trifft die Inflation hart: Auf 15,6 Prozent stieg die Teuerungsrate nun. Die Regierung hält dagegen und setzt die Mehrwertsteuer auf Brot und Mehl für ein Jahr aus.
Bulgarien bekommt auch Tankrabatt
In dem Paket enthalten ist auch ein Tankrabatt von umgerechnet 0,13 Euro (0,25 Lewa) pro Liter Benzin und Diesel der günstigsten Sorten. Die billigeren Treibstoffe sollen ab Samstag verkauft werden.
https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/bulgarien-mehrwert…
Jetzt nach Timmermann sagt auch Habeck, Gas und Öl in der EU soll verteilt werden. Was die Ammeisen vorgesorgt haben, sollen die Grillen bekommen.
In Deutschland werden die Stimmen laut, die Nord2 in Betrieb nehmen wollen.
Hungern und frieren für Ukraine? Was für ein Schwachsinn.
Nein , hungern und frieren für den Frieden wäre hier richtig. Sie haben immer noch nicht kapiert, wer der Aggressor ist. Die Stuer zu senken ist ein anderes Mittel als den Verkaufspreis festzulegen. Beides absolut nicht vergleichbar, einmal trägt der Staat die Kosten , beim anderen der Händler, der die Kosten natürlich umlegt. Und zu den Grillen gehörte in der EU ja bis jetzt immer Ungarn ! Als einer der grössten Netto Empfänger.