Wirtschaftsminister Márton Nagy: Kredite sorgen für gesundes Wachstum. Foto: MTI/ Lajos Soós

KMU-Kredite

Dynamik muss gehalten werden

Die Kleinfirmen und Mittelständler (KMU) können noch bis Jahresende Kredite zu vorteilhaften Konditionen im Rahmen der Széchenyi-Karte aufnehmen.

Das Programm sollte ursprünglich zur Jahresmitte auslaufen, wird aber mit Blick auf den Ukraine-Krieg verlängert.

Der fest verankerte Zinssatz darf nicht mehr als 3,5% betragen. Ausdrückliches Anliegen sei es, über die KMU mehrere hunderttausend Familien zu schützen, begründete Wirtschaftsminister Márton Nagy laut einer Presseaussendung. Die Erfahrungen der Jahre 2009-13 hätten gezeigt, dass ein Wachstum ohne Kreditfinanzierung schädlich sei. Deshalb helfe die Regierung mit Zinszuschüssen und Kreditgarantien.

Seit 2002 wurden mit der Széchenyi-Karte 390.000 begünstigte Kredite im Gesamtvolumen von 4.600 Mrd. Forint an Mikrofirmen und KMU ausgereicht. Heute deckt das Programm ein Achtel aller Kredite des Sektors, während die staatliche Garantiqa bereits knapp 40% dieser Kredite besichert.

Auf einer Pressekonferenz zum Thema räumte der Wirtschaftsminister am Montag ein, ohne staatliche Programme würde eine Kreditverknappung eintreten. Jedes Prozent Zuwachs bei den (geförderten) Krediten könnte die Konjunktur um 0,2-0,4 Prozentpunkte ankurbeln. Die Orbán-Regierung konzentriere sich unbeeindruckt von den gestiegenen Kosten darauf, dass die zweistellige Dynamik bei den Kreditausreichungen gehalten werden kann.

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