Staatshaushalt
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Konkret trifft diese Aussage vorläufig nur für das II. Quartal zu, als laut Zentralamt für Statistik (KSH) im Staatshaushalt ein Überschuss von 480 Mrd. Forint oder 2,2% am BIP anfiel. Im Jahresvergleich nahmen die Einnahmen dynamisch um 12% zu, die Ausgaben zur gleichen Zeit um kaum mehr als 1%. Der Saldo verbesserte sich daraufhin um satte 950 Mrd. Forint.
Im gesamten Halbjahr stiegen die Einnahmen des Fiskus um 10% auf 18.710 Mrd. Forint, die Ausgaben um moderate 2,5% auf 19.020 Mrd. Forint. Im Zentralhaushalt kam zwar noch ein Fehlbetrag von 535 Mrd. Forint zustande, die SV-Kassen lagen jedoch mit knapp 90 Mrd. Forint, die Städte und Gemeinden sogar mit gut 135 Mrd. Forint im Plus. Nach dem I. Quartal hatte der Zentralhaushalt noch ein Minus von mehr als 1.050 Mrd. Forint ausgewiesen.
Dass der Staat seinen Angestellten im I. Halbjahr 10,5% mehr Gehälter auszahlte (+435 Mrd. Forint), konnte leicht geschehen, weil die Erlöse aus der Einkommensteuer sogar um 15,5% oder 475 Mrd. Forint, aus der Mehrwertsteuer um 11,5% oder 415 Mrd. Forint zunahmen. Etwas überraschend sanken laut KSH auch die Zinsausgaben des Staates, um 11% oder 215 Mrd. Forint, obgleich doch die monatlichen Haushaltsberichte des Wirtschaftsministeriums von einem noch immer anschwellenden Schuldendienst handeln.
Dank des stärksten Quartalsüberschusses seit 2017 beschränkte sich das Defizit im I. Halbjahr auf 0,7% am BIP. In absoluten Zahlen ausgedrückt waren das noch 310 Mrd. Forint, nach 790 Mrd. Forint am Ende des I. Quartals. Im II. Quartal verbesserte sich die Haushaltsposition gegenüber dem Vorjahr am zeitproportionalen BIP um 4,5 Punkte, im I. Halbjahr insgesamt um 3 Prozentpunkte.
