Arbeitsmarkt
Drastisch erhöhte Erwerbslosenzahlen
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Im Januar stieg die Erwerbslosenrate infolge der zweiten Corona-Welle deutlich. Laut Zentralamt für Statistik (KSH) kletterte diese gegenüber dem Dezember um 0,8 Prozentpunkte auf 5% – das entspricht rund 55.000 Personen mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Im Zeitraum November-Januar lag die Erwerbslosenquote im Mittel bei 4,3%.
Das KSH wies darauf hin, die Berechnungsmethodik ab 1. Januar den internationalen Normen angeglichen zu haben. Danach belief sich die Anzahl der Beschäftigten unter den 15-74-Jährigen im Januar auf 4,54 Mio. Personen. Teilweise Corona-bedingt und teilweise infolge der saisonalen Effekte schrumpfte die Beschäftigtenzahl gegenüber dem Dezember um 97.000, gegenüber Januar 2020 um 55.000 Personen. Die Beschäftigtenquote lag bei 71,1% – ein Rückgang um 1,5 Prozentpunkte gegenüber dem Dezember und um 0,7 Prozentpunkte gegenüber Januar 2020. Seit Januar gelten neben Personen in Kleinkinderbetreuung (Gyed, Gyes) auch früher als Inaktive und Erwerbslose geführte Personen als Beschäftigte, die unmittelbar vor der Inanspruchnahme von Familienbetreuungsgeld arbeiteten und im Anschluss an das Babyjahr auf den Arbeitsmarkt zurückkehren dürften.
In den kommenden Monaten kann nicht mit einer Verbesserung der Beschäftigungslage gerechnet werden, das Anrollen der dritten Corona-Welle machte die Hoffnungen auf eine Lockerung der Beschränkungen zunichte. Infolgedessen zieht sich auch das Hochfahren der Wirtschaft hin. Angesichts des Infektionsgeschehens seien sogar weitere Verschärfungen nicht ausgeschlossen. Im vergangenen Jahr zeigte sich der Arbeitsmarkt noch relativ resistent gegenüber der zweiten Welle. Nun blickt er einem schwierigen I. Quartal entgegen, lautet der Konsens der Analysten.
