Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung des Baugewerbes in diesem Jahrtausend (Vorjahr = 100).

Bauwesen

Dieses Jahr dürfte noch gut ausgehen

Im April verlangsamte sich die Baukonjunktur weiter.

Der Bauausstoß lag noch um 3,2% über Vorjahresniveau, fiel aber im Hochbau bereits leicht zurück. Gegenüber dem Monat März wies das Zentralamt für Statistik (KSH) saisonal und nach Arbeitstagen bereinigt eine um 5,9% verringerte Bauleistung aus. Der Auftragseingang lag im April immerhin um ein Drittel (bei Neuaufträgen von jeweils rund 200 Mrd. Forint im Tiefbau um ein Viertel, im Hochbau um 45%) über dem ein Jahr zuvor erreichten Niveau. Daraufhin waren die Auftragsbücher am Ende des Monats wieder etwas besser gefüllt (+8%).

Im Hochbau ist ein Auftragsberg von ca. 1.200 Mrd. Forint abzuarbeiten, im Tiefbau sind es beinahe 1.000 Mrd. Forint mehr. Damit dürfte das Baugewerbe gut durch das Jahr 2022 kommen, meinen Analysten, sofern die Probleme mit der Baustoffversorgung nicht überhandnehmen. Darüber hinaus hat die Branche trotz rasant steigender Löhne mit Engpässen bei qualifizierten Fachkräften und mit der allgemeinen Kostenexplosion zu kämpfen. Nach dem Ende des Zeitalters der Niedrigzinsen sorgen zudem unberechenbare Finanzierungskosten für Unsicherheiten.

In den ersten vier Monaten ist das Baugewerbe bei einem kumulierten Leistungsvolumen über 1.600 Mrd. Forint letztlich noch um 12,1% gewachsen, im Vergleich zu einer Dynamik von 15,7% nach drei Monaten.

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