Außenhandel
Die letzte Schwalbe?
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In der ersten Schätzung gab das Zentralamt für Statistik (KSH) die Exporte mit knapp 12,9 Mrd. Euro (+5,2%) an. Weil die Importrechnung zu laufenden Preisen jedoch um 5,4% geringer als im Vorjahr ausfiel, näherte sich der Überschuss 1,1 Mrd. Euro an. Im Vergleich zum vorigen Mai hat sich der Saldo sogar um 1,3 Mrd. Euro verbessert. Vor allem dank der wieder „normalisierten“ Energierechnung korrigierte der Handelssaldo über die ersten fünf Monate des Jahres hinweg um mehr als 4,5 Mrd. Euro.
Exporteuren geht die Luft aus
Allerdings geht nun auch den Exporteuren die Luft aus: Im zweiten Monat in Folge blieb die Dynamik weit unter 10%. Eine vergleichbare Durststrecke gab es zuletzt im Herbst 2021. Da Ungarn gut drei Viertel seiner Ausfuhren in die EU-27 und dabei hauptsächlich nach Deutschland schickt, wo die Wachstumsaussichten momentan doch sehr verhalten sind, könnte in den kommenden Monaten Ernüchterung eintreten.
Überschuss von 2,5 Mrd. Euro
In der Forint-Parität ergab sich im Mai nur noch ein Plus von 3%, im Zeitraum Januar-Mai immerhin noch von 14,5% auf 24.360 Mrd. Forint. Die Einfuhren brachen in dieser Relation im Mai bereits um 7% ein und liegen seit Jahresbeginn mit kumuliert 23.450 Mrd. Forint nur noch um 6,5% über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der erzielte Überschuss von 915 Mrd. Forint zeigt derweil eine Korrektur im Saldo um 1.670 Mrd. Forint. In „harter“ Währung entsprang der Handelsüberschuss im Zeitraum Januar-Mai von 2,5 Mrd. Euro einem Exportaufkommen von 63,4 Mrd. Euro (+10,5%) bei um moderatere 2,5% wachsenden Importen von insgesamt 60,9 Mrd. Euro.
