Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung der Industrieproduktion in diesem Jahrtausend (Veränderung zum Vorjahr in %).

Industrie

Delle überwunden

Die Industrieproduktion ist mit einem kräftigen Plus von 8,9% ins Jahr gestartet, bekräftigte das Zentralamt für Statistik (KSH) am Freitag die erste Schätzung.

Um Arbeitstage bereinigt lag der Ausstoß immer noch um 7,1% über Vorjahresniveau.

Der Anstieg gegenüber dem Monat Dezember erreichte saisonal und um Arbeitstage bereinigt satte 1,9%. Nach einer Delle im Spätsommer und Herbst 2021 bewegt sich das Niveau der Industrieproduktion nun markant über dem Niveau aus der Zeit vor der Corona-Krise. Im Januar stagnierten die Exporte der Elektronikbranche, wohingegen die Ausfuhren der Automobilindustrie um 8,5% zulegen konnten. Im Inland konnte das verarbeitende Gewerbe seinen Absatz sogar um 15,5% ausweiten.

Nach sechs Monaten des stetigen Fallens konnte die Automobilindustrie zum ersten Mal Wachstumszahlen vorlegen; im Straßenfahrzeugbau kam sogar ein sattes Plus von 18% zustande. Ebenfalls zweistellig wuchsen die Nahrungsmittelindustrie, die Metallurgie und das im Übrigen kleine Segment der Medizintechnik. Auf dem Weg Ungarns zur Großmacht für Batterien von Elektroautos schwächte sich der Produktionsboom auf +20% ab.

Regional betrachtet fiel der Industrieausstoß in West-Transdanubien absolut zurück (-4,5%), nahm jedoch in allen anderen Regionen zu, darunter am kräftigsten in der Südlichen Tiefebene (+36%). Im verarbeitenden Gewerbe nahm der Auftragseingang im Januar für das Inland um 19% zu, im Exportgeschäft hingegen um 1% ab. Die Auftragsbücher waren am Monatsende noch um ein Viertel praller gefüllt, als Ende Januar 2021.

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel