Prognose
Defizit bei sechs Prozent?
Das Finanzressort geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung 2023 insgesamt um 0,4% geschrumpft ist.
In der mittelfristigen Prognose bis 2027, die das Fachministerium am Jahresende vorstellte, ist für 2023 von einer Inflationsrate von 17,6% sowie um 14,5% steigenden Bruttolöhnen die Rede. Demnach fiel der Nettoreallohn pro Beschäftigten im vergangenen Jahr um 3,6% zurück, der Verbrauch der privaten Haushalte aber nur um 2%. Das Finanzressort gestand bei der Gelegenheit ein, das bereits von 3,9% auf 5,2% am BIP hochgesetzte Defizitziel verfehlt zu haben: Der Staat dürfte demnach Neuschulden von 5,9% gemacht haben.

Gemäß dem Gesetz über öffentliche Finanzen ist die ungarische Regierung verpflichtet, ihre wichtigsten Haushalts- und makroökonomischen Zahlen für die nächsten drei Jahre bis zum 31. Dezember bekannt zu geben, wie Portfolio berichtet.
Hierdurch wurde deutlich, dass die ungarische Regierung ihre Finanzprognose für 2023 nicht einhalten konnte. Das Haushaltsdefizit in Prozent des BIP wird im Jahr 2023 voraussichtlich 5,9 % betragen und damit um 2 % hinter dem ursprünglichen angestrebten Zielwert zurückbleiben.
Darüber hinaus wird nicht nur für dieses Jahr, sondern auch für die Folgejahre mit einem Wirtschaftsrückgang gerechnet, was auf eine langsamer als erwartete Erholung der ungarischen Wirtschaft hindeuten könnte.
Moderator: BUEK, lieber Herr X. Danke für die weitere Teilnahme an unserem Forum. Bitte konzentrieren Sie sich hier aber auch weiterhin darauf, den Lesern von BZ online Ihre geschätzte Meinung zum diskutierten Artikel mitzuteilen und das Forum nicht etwa in eine Presseschau mit unkommentierten Auszügen aus anderen Medien zu verwandeln.
Grundlage für die aktuelle Zahl für 2023 ist die Berechnung des Finanzministeriums. Dieses geht von einem Haushaltsdefizit von 5,9 % im Jahr 2023 aus. Dieses Defizit übertraf das angestrebte Defizitziel von Oktober, das im Oktober bereits von 3,9 % auf 5,2 % angehoben wurde, nochmals deutlich. 3,9 % war der ursprüngliche Zielwert. Die Gründe dafür sind anscheinend noch nicht in allen Einzelheiten klar oder wurden noch nicht öffentlich kommuniziert.
Eines weiß man allerdings jetzt schon, dass die Einnahmenseite hierbei eine entscheidende Rolle gespielt haben muss. Bezogen auf den angestrebten Zielwert verringerten sich die tatsächlichen gegenüber den erwarteten Zahlungen von Unternehmen um fast 320 Milliarden HUF, die konsumabhängigen Einnahmen (insbesondere die Mehrwertsteuer) verfehlten das Ziel um 1.137 Milliarden HUF, und die sonstigen allgemeinen Einnahmen blieben gegenüber den Erwartungen um 120 HUF Milliarden zurück. Darüber hinaus verringerten sich die Überweisung durch die EU gegenüber dem Planungswert um fast 400 Milliarden HUF.
Warum? Weil es nicht hier nicht wichtig ist. Ich will nur einen Vergleich zwischen Ziel und Ergebnis darstellen. Ansonsten müsste ich noch näher auf das BIP eingehen. Dazu habe ich aber keine Lust!
Nachfolgend die letzten Infos vom 15.12.23 zur Defizitquote in Deutschland:
Die Staatsfinanzen profitieren laut Bundesbank zufolge davon, dass temporäre Stützungsmaßnahmen allmählich enden. Dies sei in diesem Jahr und im nächsten Jahr gewichtiger als steigende Aufwendungen etwa für Verteidigung und Renten.
Daher sinke die Defizitquote in Deutschland im Jahr 2023 voraussichtlich auf ca. 2 %. In den Folgejahren dürfte sie leicht zurückgehen.
Die Schuldenquote werde bis Ende 2026 sinken, aber über 60 Prozent sich belaufen. Die Prognose beruhe auf vereinfachten Annahmen zur fiskalischen Reaktion auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, so die Fachleute.
Wer sich umfänglicher über die zu erwartende Entwicklung in Deutschland informieren will, kann es hier tun:
Deutschland-Prognose der Bundesbank: Sinkende Inflation, aber noch keine Entwarnung
https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/deutschland-prognose-der-bundesbank-sinkende-inflation-aber-noch-keine-entwarnung-920362