Tourismus im Mai
Dank an Briten, Deutsche und Fußballfans
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Neben Budapest zog es die Touristen vor allem in die Bäderstädte. Die Hauptstadt wurde am letzten Mai-Wochenende von Briten, Deutschen und US-Amerikanern in Beschlag genommen, Strände und Thermalbäder (darunter vornehmlich Hévíz, Bük und Siófok) zogen überwiegend Deutsche, Österreicher und Tschechen an, schrieb die staatliche Tourismusagentur MTÜ. Die einheimischen Familien nutzten die drei arbeitsfreien Tage am Stück, um im Balaton „anzubaden“. Neben Balatonfüred und Siófok waren aber auch Hajdúszoboszló und Gyula beliebte Reiseziele. Abgesehen von Pfingsten sorgte noch das Budapester Finale der Europa League im Fußball zwischen Sevilla und AS Rom für eine bessere Hotelauslastung.
Halbe-halbe bei Übernachtungen
Letztlich verzeichnete das Zentralamt für Statistik (KSH) im fünften Monat 1,3 Mio. Gäste mit insgesamt 3,1 Mio. Übernachtungen. Das waren 7% mehr Touristen, als vor einem Jahr im Mai, allerdings kaum 4% mehr Übernachtungen. Der Anteil der privaten Unterkünfte, die das KSH seit diesem Jahr offiziell in seinen Statistiken führt, legte weiter zu. Ihre Buchungszahlen stiegen im Vergleich zu jenen der gewerblichen Unterkunftsstätten bei In- und Ausländern um jeweils rund 2 Prozentpunkte. Im Inlandstourismus haben nur noch die privaten Anbieter etwas mehr Zulauf, als vor einem Jahr, in den Hotels gingen die Übernachtungen einheimischer Gäste um 5,5% zurück. Hinsichtlich der Gesamtzahl an gebuchten Übernachtungen zogen die Ausländer im Mai mit den ungarischen Touristen gleich. Etwas mehr als 140.000 Ausländer kamen privat unter, die 430.000 „offiziellen“ Gäste buchten wieder mal vier von fünf Nächten in Hotels.
Selbst unter Druck höhere Erlöse
Obgleich die privaten die gewerblichen Anbieter unter Druck setzen, konnten letztere ihre Erlöse im Mai um gut 30% auf 49 Mrd. Forint steigern. Einheimische beglichen gleich 3,2 Mrd. Forint der in Anspruch genommenen Leistungen mit der Széchenyi-Urlaubskarte (+40% zum Vorjahr!).
In den ersten fünf Monaten wurden insgesamt 12 Mio. Übernachtungen registriert (+2%), darunter 8,8 Mio. Übernachtungen an gewerblichen Unterkunftsstätten (+1%). Dabei befanden sich die ausländischen Touristen mit 6,1 Mio. Übernachtungen (+13%) knapp in der Mehrheit gegenüber den Einheimischen, deren Buchungszahlen um 7,5% zurückfielen.
