Staatshaushalt

Brutales Defizit

Nach den Vorab-Daten des Finanzministeriums wies der Staatshaushalt im März ein Defizit von 875 Mrd. Forint aus.

Noch nie wurde ein Defizit dieser Größenordnung im dritten Monat des Jahres verzeichnet. Damit wurden im I. Quartal bereits 73,3% der Jahresvorgabe erreicht. Bis Ende März kumulierte das Defizit auf 2.309 Mrd. Forint, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es demgegenüber 1.144 Mrd. Forint. Innerhalb dessen beliefen sich das Defizit des Zentralhaushalts auf 2.331 Mrd. Forint und der SV-Fonds auf 17 Mrd. Forint. Die staatlichen Sonderfonds wiesen demgegenüber einen Überschuss von 39 Mrd. Forint aus.

Das brutale Defizit sei dem Finanzministerium zufolge u. a. auf die erhöhten Wohnungsbauförderungen, Rückerstattungen bei der Einkommensteuer für Familien sowie Rentenerhöhungen zurückzuführen. In der gegenwärtigen Kriegssituation sei es von größter Wichtigkeit, dass die Wirtschaft und der Staatshaushalt stabil bleiben und die Kriegslast nicht von der Bevölkerung getragen wird, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.

7 Antworten auf “Brutales Defizit

  1. Es ist eben sehr kostspielig, sich einen Wahlerfolg zu sichern.

    Die Kosten, die die Ukraine-Krise erzeugen wird, kommen erst noch auf den Haushalt zu.
    Allein schon das geringere Wirtschaftswachstum, wird die sehr hoch kalkulierten Staatseinnahmen erheblich reduzieren.
    Und natürlich wird die Bevölkerung die Kriegslast zu spüren bekommen. Da sollte die Regierung den Bürgern doch nichts vormachen. Jeder bekommt es doch schon längst an der Supermarktkasse zu spüren.

    Auch in Deutschland kann es sich der Staat nur leisten, nur die Einkommensschwächsten von dieser Last zu befreien.

    Zumal die Krise sich weiter zuspitzen wird. Es ist also Weitblick gefragt, was die mittel- und langfristige Finanzierbarkeit von Maßnahmen betrifft.

    1. Das ist doch alles in Deutschland noch schlimmer. Und die Einkommensschwachen werden dort keineswegs entlastet, sondern einige der reichen Oberschicht (u.a. Gauck) erklären es jetzt für angebracht, daß sie frieren sollen. Manche Lebensmittel sind zudem für den Normalverbraucher nicht mehr erhältlich, und die Obrigkeit tut alles, um die Dinge noch schlimmer zu machen, was die gleichgeschaltete Presse für richtig erklärt.

      1. In Deutschland macht man keine Schnellschüsse und schreibt mal eben Preise fest, was nicht lange haltbar ist und zu Racheeffekten führt.
        Welche Lebensmittel sollen dies denn sein, die man in Deutschland nun nicht mehr kaufen kann?

        Solange es für ein Kind in Deutschland ein Kindergeld von monatlich 219€ gibt, während es in Ungarn nur 38€ sind, hinkt ihr Ungarn-Deutschland-Vergleich sowieso. Zumal aufgrund der hohen Mehrwertsteuer in Ungarn Lebensmittel in Ungarn sogar teurer als in Deutschland sind.

  2. Natürlich ist nur Ungarn gekennzeichnet vom “brutalen” Defizit.
    Soweit ich weiß, haben alle anderen Staaten der EU die Krisen dazu genutzt, um ihre Staatshaushalte zu konsolidieren. Italien, Portugal,….
    Leuchtendes Beispiel Frankreich: die Wirtschaft machte einen ordentlichen Schwung nach oben, die Arbeitslosigkeit sank und die Staatsverschuldung ist fast Null. Und die BRD steht besser da denn jé. Die deutschen Gemeinden wissen nicht, wohin mit dem Geld, die Regale sind voll. Der Bürger weiß nichts von seinem deutschen Glück.

  3. Nas ja, es haben halt schon ein paar Staaten Ihre Haushalte im Griff, man kann halt nur das Ausgeben , was man hat. Durch das Anheben der Zinsen, wird das Defizit ja noch grösser. Die Wahlgeschenke wurden hier auch total ungerecht verteilt, die kam nur manchen Gruppen zugute, welche man halt für die Wahlt gewinnen wollte. Die Suppe können jetzt alle auslöffeln. Und die Rezession wird kommen, es ist halt so , das der Gipfel des Wohlstand erreicht ist. Wenn man ganz oben ist, gibts halt nur einen Weg…..

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