Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung der Industrieproduktion in diesem Jahrtausend (Veränderung zum Vorjahr in %).

Industrie

Boom bei Batterien

Die Industrieproduktion lag im September um 11,3%, nach Arbeitstagen bereinigt sogar um 11,6% über dem Vorjahresniveau.

Das Statistikamt KSH bekräftigte – wie üblich – die Zahlen der ersten Schätzung, so auch das Plus von 1,6% zum August, wartete aber mit weiteren Details auf.

So steigerte die Automobilindustrie, deren Anteil am verarbeitenden Gewerbe ein Viertel erreicht, Produktion und Exporte um nahezu ein Drittel. Die Elektronikindustrie steigerte ihre Leistung in beiden Relationen um gut ein Fünftel. Die Nahrungsmittelindustrie konnte derweil nur noch auf Außenmärkten wachsen, insbesondere die Fleischbranche und die Mühlenindustrie haben aktuell einen schweren Stand. Die mit Abstand höchste Dynamik weist weiterhin die rasant wachsende Herstellung von Batterien (+87%) und Elektromotoren (+62%) auf – dieses Segment hält mittlerweile ein Zehntel am verarbeitenden Gewerbe und läuft der Elektronikindustrie demnächst den Rang ab. Unter den gewichtigeren Segmenten stagnierte im September die Reifen- und Kunststoffindustrie, die Metallverarbeitung fiel um ein Zehntel zurück.

Das verarbeitende Gewerbe konnte seine Produktion im September gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat um 11,5% steigern, obgleich der Inlandsabsatz um 3% schrumpfte. Die Industrieexporte stiegen derweil um 13,3%. Während die Produktion in Zentral-Transdanubien um 23% (!) zulegte, stagnierte diese gleich in mehreren Regionen und fiel in der Südlichen Tiefebene um 1,4% zurück. Der Auftragseingang des verarbeitenden Gewerbes nahm dank der unverändert starken Nachfrage aus dem Ausland um ein Fünftel zu; der Auftragsbestand lag Ende September 21% über Basisniveau.

Zwischen Januar und September wuchs die Industrieproduktion um durchschnittlich 6,7%, die seit Mai wieder einen steten Aufwärtstrend zeigt. Das Absatzvolumen nahm im In- und Ausland sogar um jeweils 7,9% zu. Süd-Transdanubien (+0,7%) profitierte von diesem Aufschwung ausgangs der Corona-Krise am wenigsten, die Agglomeration der Hauptstadt (+12,8%) am meisten.

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