Energietarife
Bald dynamische Preisbildung?
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Bekanntlich nahm die Orbán-Regierung im vorigen August Eingriffe am System der gesenkten Energiekosten vor. Seither gelten die noch 2013 festgezurrten Tarife nur noch für eine jährliche Verbrauchsmenge, die sich angeblich am Durchschnittsbedarf der Bevölkerung ausrichtet. Dieses Volumen wurde mit 210 kWh Strom und 144 m3 Gas pro Monat festgelegt. Wie das Energieressort nun schrieb, würden mehr als drei Viertel der Haushalte den geschützten Tarif zahlen.
Das Wirtschaftsportal portfolio.hu entdeckte derweil Dokumente der Regierung, die dem Reformdruck von Seiten der EU-Kommission entgegenkommend eine mittelfristige Neuausrichtung der Politik der gesenkten Energiekosten versprechen. Konkret gehe es um eine dynamische Preisbildung beim Strom, oberhalb des geschützten Jahresverbrauches. Wer über ein Smart Meter in seinem Heim verfügt, soll demnach die Möglichkeit erhalten, seinen Strombedarf intelligent gesteuert so zu gestalten, dass die am Markt benötigte Strommenge zu optimierten Preisen eingekauft wird. Die Regierung betonte in dem zur gesellschaftlichen Debatte freigegebenen Dokument, es gehe nicht hauptsächlich um Energiespareffekte, sondern um die kostengünstige Beschaffung von Strom.
