Arbeitsmarkt
Bald 2,2 Mio. Frauen beschäftigt
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Die obige Aussage trifft aber nur im Jahresvergleich zu, wie aus den am Freitag vorgestellten Zahlen des Zentralamtes für Statistik (KSH) hervorgeht. Im Zeitraum April-Juni schätzte das KSH die Erwerbslosenquote auf 3,9%. Der Trend einer seit Jahresbeginn abnehmenden Quote setzt sich fort, wenngleich mit bloßem Auge kaum noch erkennbar. Nach ILO-Standard gelten zur Jahresmitte etwas mehr als 100.000 Männer sowie rund 90.000 Frauen zwischen 15 und 75 Jahren als erwerbslos. Das sind gut 35.000 Erwerbslose mehr, als vor einem Jahr im Zeitraum April-Juni geschätzt wurden. Auffallend ist die steigende Jugendarbeitslosigkeit: Selbst im Kreis der Berufsanfänger, für die der Start am Arbeitsmarkt mit verschiedenen Hindernissen verknüpft sein kann, lag die Erwerbslosenquote vor einem Jahr sensationell im einstelligen Bereich; seither ist diese jedoch um satte vier Punkte geklettert.
Zur gleichen Zeit erreichte die Beschäftigtenzahl ein neues Rekordniveau: Gerundet liegt dies erstmals näher an 4,8 denn an 4,7 Mio. Personen. Auch bei dieser Schätzung im Kreis der 15-75-Jährigen verwendet das Statistikamt ILO-Standards. Demnach galten im Zeitraum April-Juni (verglichen mit den Verhältnissen vor einem Jahr) gut 30.000 mehr Personen in Ungarn als Beschäftigte, im Juni erreichte der Anstieg sogar 50.000 Personen. Die im EU-Maßstab relevantere Beschäftigungsquote der 15-65-Jährigen egalisierte mit 74,7% den im vorigen Spätsommer aufgestellten Rekord. Annähernd 2,2 Mio. Frauen haben auf dem Arbeitsmarkt eine Beschäftigung gefunden, was ihre spezifische Beschäftigungsquote auf ein Rekordhoch von 70,5% trieb. Regional nahm die Beschäftigungsquote gegenüber dem Vorjahr in der Nördlichen Tiefebene am markantesten zu (+2 Punkte), ist aber unverändert in der Hauptstadt die höchste (78,4%), wohingegen Nordungarn nicht einmal eine Quote von 70% erreicht.
