E-Mobilität auf dem Land
Ausschreibung nur zu einem Viertel ausgeschöpft
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Falls alle fünf Bewerber erfolgreich sind, können an insgesamt 103 Standorten moderne E-Ladestationen installiert werden. Die Realisierung des Projekts bringt eine landesweite Abdeckung mit Ladestationen für die schnell wachsende Flotte von Elektrofahrzeugen ein Stückchen näher. Nach Angaben des Energieamtes MEKH stehen den Fahrern von Elektroautos bereits mehr als 2.800 öffentliche Ladestationen zur Verfügung. Fast die Hälfte davon befindet sich jedoch in Budapest und im umliegenden Komitat Pest.
Lücken im Ladenetz schließen
Die weiter vom Zentrum des Landes entfernten Ladestationen befinden sich hauptsächlich entlang der Autobahnen und in den Großstädten. Die im November gestartete Ausschreibung zielt auf den weiteren Ausbau der Infrastruktur ab. Unternehmen mit einer Lizenz zum Betrieb von E-Ladestationen konnten für ihre Entwicklungsprojekte zwischen 100 Mio. und 4 Mrd. Forint beantragen. Der vergünstigte Kredit hat eine Laufzeit von maximal 15 Jahren und erfordert eine Eigenbeteiligung von mindestens 10% des Projektbudgets.
Schwerpunkt unterversorgte Regionen
Um die Lücken im Ladenetz zu schließen, mussten die Bewerber zusagen, mindestens eine E-Ladestation in einem der unterversorgten Kreise einzurichten. Bis Ende Juni reichten fünf Unternehmen – Tea Mobilitás Kft., Szélmalom Benzinkút Kft., Electron Holding Zrt., MOL Nyrt. und Emobility Solutions Kft. – Anträge im Gesamtwert von 6,5 Mrd. Forint ein. Nach Abschluss der Bewertung müssen die Darlehensverträge mit den erfolgreichen Bewerbern bis Ende Januar 2026 unterzeichnet werden. Das Energieministerium plant, die nicht ausgeschöpften Mittel in anderen Ausschreibungsprogrammen einzusetzen. Bis Sommeranfang wurden in Ungarn mehr als 82.000 reine Elektrofahrzeuge mit grünem Kennzeichen zugelassen.
