Wirtschaftsminister Márton Nagy (l.): Einheimische Unternehmen müssen effizienter werden. Foto: MTI/ Márton Mónus

Wirtschaftspolitik

Ausländische Firmen integrieren

„Wir müssen die Dualität unserer Volkswirtschaft überwinden“, erklärte Wirtschaftsminister Márton Nagy am Dienstag auf einer Fachkonferenz.

Die Lösung sieht er darin, dass die ausländischen und die einheimischen Kapitalgeber „gemeinsam, integriert tätig werden“. Der offene Charakter der ungarischen Wirtschaft habe dazu geführt, dass heute die Hälfte des Eigentums in ausländischer Hand sei. „Wir müssen erreichen, dass diese Unternehmen nicht separiert agieren“, meinte Nagy.  Der Anteil einheimischer Tier1- und Tier2-Zulieferer müsse auf 50% hochgeschraubt werden. Wenngleich sich die Produktivität einheimischer Unternehmen „dynamisch verbessert“, sind ausländisch geführte Unternehmen immer noch 2,5 Mal effizienter.

Einheimische Gesellschaften seien seit 2010 insbesondere in den Sektoren Tourismus, Gastgewerbe, Banken, Nahrungsmittelindustrie, Bauwesen und Telekommunikation vorgerückt. Im Jahre 2022 hielten ungarische Unternehmen erstmals mehr als ein Viertel an den Gesamtausfuhren. Bei den Investitionen erreichten sie zuletzt sogar Anteile um 50-60%. Ungarn zähle heute zwei Dutzend „nationale Champions“, also auch international wettbewerbsfähige Großunternehmen, deren Zahl die Orbán-Regierung auf rund 40 steigern wolle. Daneben müssten an Stelle von heute rund 15.000 besser 20.000 KMU das Potenzial für Exporte und Auslandsinvestitionen erlangen.

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