Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung der Übernachtungen im Gastgewerbe seit Anfang 2023 (in Tsd.).

Tourismus

Ausländer schwemmen Budapest

Im Mai ist die Dynamik im Tourismusgewerbe deutlich gesunken.

Die Gästezahl nahm nur noch um 3,5%, die der Übernachtungen um 1,9% zu. Nach den saisonal bereinigten Daten des Zentralamtes für Statistik (KSH) beschränkte sich der Zuwachs aber nur auf 2,9% bzw. 1,5%. Knapp 3,9 Mio. Übernachtungen entfielen zu 70% auf gewerbliche Unterkunftsstätten, wo sich das Plus zum Vorjahr in schmalen Grenzen hielt. Derweil konnten auch die bald 26.000 privaten Unterkünfte im Lande nur noch verhalten von der „Wanderbewegung“ der Touristen profitieren: an Stelle zweistelliger Zuwächse mussten sich diese Plätze mit einem Plus von 5% begnügen.

Außerhalb von Budapest sank die Zahl der ausländischen Touristen absolut, in die Hauptstadt aber strömten 50.000 mehr von ihnen als im Mai des Vorjahres. Rund 850.000 Ausländer buchten nahezu 2,1 Mio. Übernachtungen, davon zwei Drittel in Hotels und Pensionen. Hinter der gleichen Anzahl einheimischer Touristen stehen 300.000 Übernachtungen weniger.

Die Bruttoerlöse des Gastgewerbes nahmen um 15% auf 104,5 Mrd. Forint zu. In den ersten fünf Monaten kamen 383 Mrd. Forint zusammen (+17%), davon 200 Mrd. Forint außerhalb der Hauptstadt.

Seit Jahresbeginn wurden deutlich mehr als 6,3 Mio. Gäste gezählt. Der Vorsprung der Ausländer wurde (abgesehen vom Monat Mai) wieder größer, denn die Zahl einheimischer Touristen nahm gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum nur um 3,5% zu, jene der Ausländer hingegen um dynamische 15%.

Zwar feierte das Wirtschaftsministerium die aktuellen KSH-Daten, dabei hatte das viertägige Feiertags-Wochenende zum 1. Mai weit bessere Zahlen für den Inlandstourismus erhoffen lassen.

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