Finanzminister Mihály Varga beim Anschneiden der „Steuerzahler-Torte“. Foto: MTI/ Szilárd Koszticsák

Die größten Steuerzahler

Audi, Blue Chips, Banken

Die Regierung hält an ihrer Politik der Steuersenkungen fest, erklärte Finanzminister Mihály Varga bei der Gala der größten Steuerzahler.
Foto: MTI/ Szilárd Koszticsák

Rund 1.400 Mrd. Forint (3,7 Mrd. Euro) haben die zehn größten Steuerzahler im vergangenen Jahr in den Staatshaushalt eingezahlt. Mihály Varga zufolge seien dies zu vergleichenden Preisen noch einmal 20% mehr, als die Anfang des Jahrtausends von diesem Unternehmenskreis eingenommenen 400 Mrd. Forint. Der Finanzminister erinnerte an die erfolgreiche Zurückdrängung der Schattenwirtschaft unter der Orbán-Regierung; die Steuerlücke wurde in Bezug auf die Mehrwertsteuer von 22,3% in 2010 auf zuletzt 4,4% reduziert. Parallel konnte der Staat die durchschnittliche Steuerbelastung von 40 auf 35% senken. Online angeschlossene Handelskassen, das EKÁER-System zur Überwachung des Straßengüterverkehrs und die Online-Anbindung aller gestellten Rechnungen an das Finanzamt NAV hätten dem Fiskus seit 2010 mehr als 4.000 Mrd. Forint an Mehreinnahmen beschert. Die Körperschaftsteuer wurde auf 9% und damit den niedrigsten Satz in Europa gesenkt, die Abgabenlasten der Arbeitgeber von 33,5% auf 13%, die Einkommensteuer von 36% auf 15%.

Indem die Regierung die größten Steuerzahler anerkenne, wolle sie diese Unternehmen den anderen als Vorbild hinstellen. Im Jahre 2023 gehörte die Audi Hungaria Zrt. zu den vier Großunternehmen im Kreis der größten Steuerzahler, neben jenen drei Zugpferden der Wirtschaft, deren Aktien als Blue Chips an der Budapester Börse gehandelt werden: MOL, Magyar Telekom und Richter Gedeon Nyrt. Gleich die Hälfte der größten Steuerzahler sind Banken (OTP, MBH, Raiffeisen, K&H und UniCredit). Als einziger Staatsbetrieb schaffte es im vergangenen Jahr die Glücksspielgesellschaft Szerencsejáték Zrt. in den erlauchten Kreis.

Im Namen von Audi Hungaria nahmen Zoltán Les, Vorstand Produktion Fahrzeuge, und Tünde Havassy, Leiterin des Bereichs Steuern/Zoll/Staatliche Förderungen, die Urkunde und die Plakette von Finanzminister Mihály Varga entgegen. Foto: Audi Hungaria Zrt.

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