Immobilien

Attraktiv für ausländische Käufer

Im vergangenen Jahr erwarben 6.600 ausländische Staatsbürger Wohnungen im Gesamtwert von 309 Mrd. Forint (gut 770 Mio. Euro) und generierten damit 6,5% des Gesamtumsatzes am Markt.

Dies teilte die Immobilientochter der OTP Bank gestützt auf aktuelle Daten des Statistikamtes KSH mit. Mit 1.369 Käufen führten Deutsche die Liste an und waren hauptsächlich in West- und Süd-Transdanubien aktiv. An zweiter Stelle folgten Chinesen mit 708 gekauften Wohnungen. Rumänen und Slowaken erwarben jeweils 671 Immobilien und teilten sich den dritten Platz. Vietnamesen kauften 329 Wohnungen, russische Staatsbürger erwarben 185 Objekte.

Chinesen dominieren in der Hauptstadt

In der Hauptstadt machten ausländische Käufer 8% aller Wohnungskäufe aus, generierten jedoch ein Zehntel des Gesamtumsatzes. Dies zeigt, dass sie überdurchschnittlich teure Immobilien erwarben. Ausländische Käufer konzentrierten sich besonders auf die inneren Bezirke von Pest, wo sie an 19% aller Transaktionen beteiligt waren. In Budapest dominierten chinesische und vietnamesische Käufer. Rumänische Staatsbürger bevorzugten Wohnungen in den Komitaten Békés, Hajdú-Bihar und Szabolcs-Szatmár-Bereg sowie in Budapest. 34% der slowakischen Käufer erwarben ihre Immobilien in Borsod-Abaúj-Zemplén, weitere 19% in Győr-Moson-Sopron und 18% in der Hauptstadt.

Russen zahlen am meisten

Die höchsten durchschnittlichen Wohnungspreise zahlten russische Käufer mit 83,5 Mio. Forint, dicht gefolgt von Vietnamesen mit 83,4 Mio. Forint. Chinesen lagen mit 76,9 Mio. Forint an dritter Stelle. Das andere Extrem bildeten hauptsächlich im ländlichen Raum aktive rumänische Käufer mit 16,8 Mio. Forint sowie Niederländer und Belgier mit Durchschnittspreisen unter 30 Mio. Forint.

Diese Unterschiede spiegeln sich auch in den Quadratmeterpreisen wider. Russen zahlten durchschnittlich 1,4 Mio. Forint pro Quadratmeter, während dieser Betrag bei Rumänen und Niederländern bei nur 200.000 Forint lag. Für 2025 sind die Aussichten zweigeteilt, glauben die Experten. Auf der einen Seite unterstützt das Otthon Start-Programm inländische Käufer, während ein stärkerer Forint ausländische Käufe reduzieren könnte. Auf der anderen Seite steigt das Angebot neuer Wohnungen in Budapest durch strategische Großprojekte im Wohnungsbau und das neue Kapitalprogramm, was auch ausländische Käufer anziehen könnte.

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